Fußball:

Steffen Hofmann kann nicht Nein sagen

Der Unterfranke hilft seinem Herzensverein Rapid Wien aus der Not und wird Trainer der zweiten Mannschaft. Zum Einstand gibt es eine Niederlage in Österreichs 2. Bundesliga.
Der Unterfranke aus Kirchheim ist der Rekordspieler von Rapid Wien: Steffen Hofmann 2017 nach einem Heimspiel.
Der Unterfranke aus Kirchheim ist der Rekordspieler von Rapid Wien: Steffen Hofmann 2017 nach einem Heimspiel. Foto: Eibner-Pressefoto

„Es gibt keinen schnelleren Weg, kaputt zu machen, was man in einem Verein aufgebaut hat, als Trainer zu werden“, sagte er im Gespräch mit dieser Redaktion einmal. Und so oder so ähnlich hat er diese Aussage oft wiederholt. Nun ist Steffen Hofmann aber doch Trainer geworden - bei der jungen zweiten Mannschaft von Rapid Wien, die in Österreichs 2. Bundesliga aufstiegen ist.

Hofmann erfüllte die Bitte der Rapid-Verantwortlichen, nachdem der bisherige Trainer kurz vor dem Saisonstart aus persönlichen Gründen ausgestiegen war.   "Rapid braucht Dich. Mach es" , habe ihn Sportchef Zoran Barisic aufgefordert. "Und wenn er das sagt, dann bleibt mir nicht viel übrig", erzählte Hofmann beim Sportportal "Laola1".

Denn Rapid Wien ist nun einmal der Herzensverein von Hofmann, der vergangene Woche seinen 40. Geburtstag feierte.  Der Unterfranke aus Kirchheim (Lkr. Würzburg) beendete im Juli 2018 seine aktive Laufbahn nach 16 Jahren als Rekordspieler des Vereins mit 540 Pflichtspielen mit 128 Toren. Bis auf ein halbes Jahr bei 1860 München hatte er dem Klub trotz aller Angebote immer die Treue gehalten. Über 25 000 Zuschauer feierten ihren deutschen "Fußball-Gott" bei seinem emotionalen Abschiedsspiel im Rapid-Stadion in Wien-Hütteldorf. Der Mittelfeldspieler war danach als Talente-Manager für Rapid und als Repräsentant des Klubs tätig. In Wien ist er eine bekannte Persönlichkeit.

Lesen Sie auch: Steffen Hofmann: Eine Huldigung zum Abschied

Lesen Sie auch: Steffen Hofmann: Ein Star zum Anfassen

Mit diese Choreografie feierten die Rapid-Fans Steffen Hofmann im Juli 2018 bei seinem Abschiedsspiel.
Mit diese Choreografie feierten die Rapid-Fans Steffen Hofmann im Juli 2018 bei seinem Abschiedsspiel. Foto: HANS PUNZ / Picture Alliance

Seiner vierköpfigen Familie hat Hofmann mit dem Einstieg als Trainer nicht unbedingt einen Gefallen getan, wie er offen zugab: "Die Nachricht, dass ich jetzt wieder unterwegs bin, auch bei Auswärtsspielen, ist zu Hause suboptimal angekommen." Aber eine Zeit lang sei das nun eben mal so.

Durch seine Tätigkeit als Talente-Manager kennt er die Spieler, die er jetzt betreut, sehr gut. Und Hofmann wäre nicht Hofmann, wenn er sich nicht mit großem Ehrgeiz in die Aufgabe, die er eigentlich nicht wollte, stürzen würde. "Wenn ich etwas mache, möchte ich es so gut wie möglich machen", sagte er bei "Laola1". Die junge Rapid-Mannschaft solle "ohne Angst und mit viel Freude Fußball spielen." Das Wichtigste sei, "dass wir die Jungs weiterentwickeln und möglichst viele bald in der Kampfmannschaft sehen".

0:3-Niederlage zum Einstand

Zum Einstand gab es für die Rapid-Ikone und seine Mannschaft am Sonntag im ersten Zweitliga-Spiel beim SK Liefering, dem Vorjahresdritten, eine 0:3.Niederlage

Weitere Artikel

Schlagworte

  • Kirchheim
  • Hans Strauß
  • Angst
  • Freude
  • Mittelfeldspieler
  • Niederlagen und Schlappen
  • Not und Nöte
  • Steffen Hofmann
  • TSV 1860 München
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
0 0
Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!