Versbach

Tischtennis-Saisonabbruch: Versbach und Wombach bleiben Drittligisten

Corona fordert seine nächsten sportlichen Opfer, diesmal von den Oberligen bis zur Zweiten Liga. Für fünf Vereine aus der Region hat das Konsequenzen - und nicht nur negative.
Glück im Unglück: Nico Christ und der SB Versbach dürfen auch in der kommenden Saison in der Dritten Tischtennis-Liga aufschlagen.
Foto: Hans Will | Glück im Unglück: Nico Christ und der SB Versbach dürfen auch in der kommenden Saison in der Dritten Tischtennis-Liga aufschlagen.

Im Tischtennis spielen nur die Erstliga-Klubs der Männer und Frauen die Saison zu Ende. Wie der Deutsche Tischtennis-Bund (DTTB) am Dienstag bekanntgab, werden die Runden von den Oberligen bis hinauf zur Zweiten Bundesliga abgebrochen und für ungültig erklärt. Der DTTB begründet seine Entscheidung mit der anhaltenden Corona-Pandemie, der Verfügbarkeit von Hallen, Chancengleichheit und Planungssicherheit. Insgesamt fünf Klubs in der Region sind davon betroffen.

"Glück im Unglück" für den SB Versbach

Sowohl die Asse des SB Versbach als auch die Wombacherinnen waren zum Zeitpunkt der Unterbrechung im Spätherbst am Tabellenende zu finden. Durch den Abbruch dürfen sie in der kommenden Saison wieder in der dritthöchsten Spielklasse starten. "Für uns ist das Glück im Unglück", sagt Versbachs Macher Hubert Uhl. "Wenn man so will, hat sich unsere Nummer eins Nico Christ seine schwere Verletzung zum richtigen Zeitpunkt ausgesucht."

Unabhängig davon hätte der Sportbund eine Fortsetzung der Saison – wie viele andere Vereine – als nicht gerecht empfunden. Auch deshalb, weil junge Kaderspieler von Konkurrenten trotz des Lockdowns mehr oder weniger durchtrainieren konnten. Uhl bekräftigt, dass der SB in der neuen Saison 2021/22 mit dem gleichen Team an den Start gehen will.

Veränderung bei Viktoria Wombach

Eine Veränderung wird es hingegen beim RV Viktoria Wombach geben, da die 18-jährige Felicia Behringer zum Ligakonkurrenten NSU Neckarsulm wechselt. Betreuer Hans-Joachim Schmidt ist guter Dinge, dass junge und erfahrene Spielerinnen von unten die Lücke schließen können. "Wir werden das Abenteuer Dritte Liga nun wieder von vorne angehen", so Schmidt.

Etwashausen begrüßt den Abbruch

Auch die Regionalliga-Männer des TV Etwashausen bekommen noch einmal die Möglichkeit, beim Stand von 0:0 zu beginnen. Bei vier direkten Absteigern und einem Saisonstart ohne Sieg wäre es schwer gewesen, nach dem Aufstieg die Klasse zu halten. "Wir haben schon noch auf uns vertraut, dass wir es schaffen. Die Entscheidung zum Abbruch ist aber absolut richtig", erklärt TVE-Kapitän Christoph Sasse.

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Betroffen vom Abbruch sind auch Etwashausens Ligakonkurrent TSV Bad Königshofen II, die Oberligisten TTC Kist und SB Versbach II, die jeweils im Mittelfeld standen, sowie die Frauen des RV Viktoria Wombach II.

Der Bayerische Tischtennis-Verband (BTTV) hatte die Annullierung der Runde bis in die unterste Klasse bereits in der vergangenen Woche beschlossen. Er will sich dennoch für eine baldmögliche Wiederaufnahme des Trainings- und Spielbetriebs einsetzen. Den Sommer über soll es dann freiwillige Übergangsangebote in Form von Turnieren und Testspielen geben.

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