Eibelstadt

Volleyball in Eibelstadt: "In der Jugend starten wir bei null"

Der Saisonabbruch in der Dritten Liga hat den TSV Eibelstadt doppelt getroffen. Jedoch sind es nicht die Erwachsenen, um die sich der Vereinsvorsitzende Stefan Sebold sorgt.
Der Deutsche Volleyball-Verband hat in den Dritten Ligen und den Regionalligen die Saison wegen der Corona-Pandemie abgebrochen. Der TSV Eibelstadt ist doppelt betroffen: Der Verein stellt bei den Männern und Frauen eine Mannschaft in der Dritten Liga. Im Bild: Joanna Jurczyk (Archivbild).
Foto: Heiko Becker | Der Deutsche Volleyball-Verband hat in den Dritten Ligen und den Regionalligen die Saison wegen der Corona-Pandemie abgebrochen.

Der Deutsche Volleyball-Verband (DVV) hat beschlossen, den Spielbetrieb in den Dritten Ligen und den Regionalligen wegen der Corona-Pandemie einzustellen. Für den TSV Eibelstadt endete die Saison somit, bevor sie erst so richtig begonnen hatte. 

"Uns hat es doppelt getroffen, weil wir mit der ersten Damen- und der ersten Herren-Mannschaft in dieser Liga spielen", sagt der Vereinsvorsitzende Stefan Sebold. "Wir hatten im Vorfeld den doppelten Aufwand bei der Organisation und haben letztlich gar keine Saison gespielt." Jedoch sei vorhersehbar gewesen, dass der DVV so entscheiden werde, nachdem der Bayerische Volleyball-Verband (BVV) drei Wochen zuvor die Saison in seinen Ligen annulliert hatte.

Aus sportlicher Sicht könne er keine Bewertung vornehmen. Zwar gewannen die Eibelstädter Männer ihre drei Heimspiele, holten acht Punkte, doch sei das "natürlich viel zu wenig", um vorherzusagen, wie ihre Spielzeit verlaufen wäre. "Wir hatten anfangs den Vorteil, dass die Inzidenzwerte im Landkreis Würzburg noch niedrig waren und wir die Heimspiele austragen konnten", sagt der Vorsitzende. Andere Mannschaften machten von der Möglichkeit Gebrauch, ihre Auswärtsspiele in Gebieten mit Inzidenzen über 50 abzusagen.

Finanziell kommen Eibelstadts Volleyballer noch glimpflich davon

In der vorherigen Saison standen Eibelstadts Männer auf dem ersten Platz, als die Saison abgebrochen wurde, wobei nur wenige Spiele nicht mehr ausgetragen wurden. "Wir hatten damals aber schon im Vorfeld entschieden, dass wir den Schritt in die Zweite Liga nicht gehen würden. Das wäre für unseren Verein eine Nummer zu groß gewesen", blickt Sebold zurück. Da die Saison diesmal wesentlich früher abgebrochen wurde, gibt es weder Auf- noch Absteiger.

Finanziell sei der Verein trotz des Abbruchs noch glimpflich davongekommen. Mitglieder und Sponsoren hätten trotzdem ihre Leistungen erbracht. Die Einbußen bei Eintrittsgeldern und beim Verkauf von Getränken habe der Verein durch ebenfalls geringere Kosten und finanzielle Hilfen nahezu ausgleichen können. "Es ist vor allem schade, dass der ganze Aufwand, gerade personell, am Ende nur für so wenige Spiele war", findet Sebold.

"Manche Kinder habe ich seit einem Jahr nicht mehr gesehen."
Stefan Sebold, Vorsitzender des TSV Eibelstadt

Im Erwachsenenbereich geht er nicht davon aus, dass die lange Pause Folgen habe: "Wir planen, dass wir alle Mannschaften, die in der vergangenen Saison gemeldet waren, wieder melden werden." Für die Dritte Liga und die Regionalliga heißt das: Vereine können ihre Mannschaften, die in diesen Ligen spielberechtigt waren, bis zum 15. Mai erneut melden.

Lockdown hat dramatische Folgen in den jüngeren Altersklassen

Weitaus heftiger wirkt sich der Lockdown in den Jugendmannschaften aus. "Am meisten zeigt sich das bei den Kleinfeld-Mannschaften in der U12, U13 und U14. Manche Kinder habe ich seit einem Jahr nicht mehr gesehen. In diesem Bereich starten wir bei null", ahnt Sebold, der zugleich die Volleyballabteilung des Vereins leitet. Die Verantwortlichen der Eibelstädter Sportvereine TSV, FC, TC und SV hätten deshalb schon über gemeinsame Aktionen gesprochen, Kinder wieder für die in diesen Vereinen angebotenen Sportarten zu begeistern.

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Die sonnigen Tage Ende Februar nutzten Vereinsmitglieder, um die Beachvolleyballfelder im Freien herzurichten: "Wir stehen in den Startlöchern, so dass wir, sobald Lockerungen kommen, zumindest draußen sofort loslegen können."

Auch die vom BVV in Aussicht gestellten "Übergangsangebote" begrüßt Sebold, obwohl bislang noch nicht bekannt sei, wie diese aussehen könnten: "Viele Spielerinnen und Spieler lechzen danach, sich wieder in einem Wettkampf beweisen zu können. Wenn es diese Möglichkeiten gibt, würden wir sie nutzen und uns auch als Ausrichter zur Verfügung stellen."

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