Würzburg

Würzburger Kickers testen Ex-Schalker

Zum Beginn des Traininslagers im Schwarzwald gibt es personelle Überraschungen. So darf sich ein Akteur einen neuen Klub suchen.
Axel Borgmann
Foto: Frank Kranewitter | Axel Borgmann

Die Sonne brannte am Samstagnachmittag über dem Renchtal. Dort, am westlichen Rand des Schwarzwaldes, gar nicht weit weg von der französischen Grenze, haben die Drittliga-Fußballer der Würzburger Kickers bis Freitag im Vier-Sterne-Hotel Sonnenhof in Lautenbach Quartier bezogen. Hier will Trainer Michael Schiele seinem Team den Schliff verpassen, den es braucht, um auch in der kommenden Spielzeit in Liga drei  eine ordentliche bis gute Rolle zu spielen.

Alles rund ums Trainingslager der Rothosen gibt's auch ständig aktuell hier im Live-Blog.

Kickers-Chef Daniel Sauer hatte sich auf dem Gelände des Kreisliga-B-Ligisten FV Lautenbach auf einer der beiden Auswechselbänke bequem gemacht und beobachtete das Treiben auf dem Platz. Was wurde in den letzten Wochen nicht alles geredet über die Kickers, ihre Ab- und Zugänge. So langsam sieht man nun beim Blick auf den Kader klarer. Ein Linksverteidiger soll noch kommen. Einer ist nun im Trainingslager zur Probe dabei: Axel Borgmann (24), zuletzt beim niederländischen Erstligisten VVV Venlo. Der Akteur, der beim FC Schalke 04 ausgebildet wurde, es aber nicht in die Bundesliga-Mannschaft schaffte, spielte auch schon in der ersten Schweizer Liga für den FC Vaduz.

Borgmann also ist frisch dabei im Rothosen-Tross. Ein bekanntes Gesicht fehlt hingegen im Schwarzwald: Ibrahim Hajtic ist nicht mit den Kickers nach Lautenbach gereist. Nicht etwa weil er, wie es beim Testspiel gegen Ulm hieß, angeschlagen ist, sondern, weil er die Würzburger noch diesen Sommer verlassen kann. Hajtic, so erklärt Sauer, darf sich einen neuen Verein suchen. Der Würzburger Kader soll offenbar nicht zu groß werden und bei der Frage, wen man von der Liste streichen könnte, sind die Verantwortlichen offenbar beim Abwehrspieler gelandet, der vor einem Jahr vom FC Heidenheim an den Main gewechselt war. Hajtic bestritt in der Vorsaison 14 Drittliga-Partien für die Rothosen. Auch nicht in Lautenbach dabei sind die drei Testakteure Ashton Götz, Davud Tuma und Max Barnofsky, die in der letzten Trainingswoche bei den Kickers vorgespielt hatten, aber offenbar nicht gänzlich überzeugen konnten.

Er kann sich einen neuen Klub suchen: Ibrahim Hajtic fehlt im Kickers-Trainingslager.
Foto: Heiko Becker | Er kann sich einen neuen Klub suchen: Ibrahim Hajtic fehlt im Kickers-Trainingslager.

Bei den Übungen dabei indes zwei Akteure, die in der vergangenen Saison noch für die inzwischen aufgelöste Bayernliga-Mannschaft der Kickers spielten. Dominik Meisel, dem die Mitspieler zum Trainingslager-Auftakt am Samstag ein Ständchen zum 20. Geburtstag sangen, und  Kevin Frisorger fehlten am Freitag zwar noch auf der Liste mit den offiziell vergebenen Rückennummern, die die Kickers veröffentlicht hatten. Beide sollen aber nun laut Sauer dem Kickers-Kader angehören. Anders als Leonard Langhans. Der hatte als Perspektivspieler vor einem Jahr einen zwei Spielzeiten gültigen Vertrag unterzeichnet. Ihm wollen die Kickers bei einem möglichen Wechsel keine Steine in den Weg legen. Langhans spielte, übrigens genauso wie Meisel, in diesem Sommer auch schon einmal beim Drittliga-Absteiger VfR Aalen vor.

Es tut sich also Einiges im Kader und auf dem Traningsplatz, auf dem Schiele sein Team in der Hitze am Samstag zweimal schwitzen ließ. Im Kampf um die Stammplatz können sich, so schaut es zumindest derzeit aus, nur wenige Akteure ihrer Sache sicher sein.

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