Wie aus einer Website ein Erlebnis wird: So arbeitet ein Frontend-Entwickler bei der Main-Post

von Denise Schiwon
vom 29. Mai. 2020

Ein Unternehmen muss mit Fachwissen, Kompetenz und guten Produkten überzeugen. Nur dann kommen Kunden wieder. Doch von diesen Eigenschaften müssen potenzielle Kunden erst einmal erfahren. Ohne einen gepflegten Online-Auftritt ist das undenkbar. Denn wer sich im Internet nicht präsentiert, wird nicht wahrgenommen. Eine Homepage ist die Grundlage für jede digitale Visitenkarte. Doch was ist dabei zu beachten?

Hier kommt Sascha Hartmann ins Spiel. Er arbeitet bei der Main-Post in der Abteilung Digitale Medien als Frontend-Entwickler. Häufig wird der Beruf auch als Web-Entwickler bezeichnet. Sascha Hartmanns Job ist es, Websites und Apps zu programmieren und diese sowohl optisch als auch technisch auf den neuesten Stand zu bringen. Und das macht er nicht nur für die Angebote der Main-Post. Auch externen Firmen verhilft der 27-Jährige zu einem neuen digitalen Angebot.

Ein einheitliches Bild auf allen Endgeräten

Ein großer Bestandteil seiner Arbeit bei der Main-Post sind die Programmierung und Gestaltung von Webseiten für Kunden. Dabei legt der Würzburger großen Wert auf eine technisch einwandfreie Umsetzung. Ein Bestandteil davon ist das responsive Webdesgin. Das heißt, die einheitliche Darstellung einer Webseite auf verschiedenen Geräten. Es spielt also keine Rolle, ob der Nutzer eine Homepage mit dem Smartphone, Tablet oder am Desktop aufruft. Die Inhalte auf der Internetseite passen sich der Bildschirmgröße an. Das ist für Internetnutzer mittlerweile selbstverständlich. Was dahinter steckt, sehen sie gar nicht: Für ein responsives Webdesign sind HTML-Elemente, CSS-Befehle und Programmiersprachen wie Javascript und PHP – die Kernsprachen des Internets – nötig.

So taucht die Website in der Google-Suche auf

Mit dem Code allein ist es aber noch nicht getan. Regelmäßig testet der Frontend-Entwickler mit seinen Kollegen, ob alles wie gewünscht funktioniert. Gleichzeitig weiß Sascha Hartmann, wie wichtig Suchmaschinenoptimierung (SEO) ist. Durch ein neues Design allein, wird die Website nämlich noch nicht besser bei Google und Co. gefunden. „Viele verbinden mit Suchmaschinenoptimierung lediglich die Inhalte auf einer Website. Aber auch auf passende HTML-Auszeichnung, aussagekräftige URLs und schnelle Ladezeiten einer Seite kommt es an.“

75 Jahre Main-Post: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stellen sich vor       -  Main-Post-Mitarbeiter Sascha Hartmann weiß, Wie aus einer Website ein echtes Nutzererlebnis wird.
Main-Post-Mitarbeiter Sascha Hartmann weiß, Wie aus einer Website ein echtes Nutzererlebnis wird. Foto: Chris Weiß
„Als Web-Entwickler darf man den Nutzer nicht aus den Augen verlieren. Ich muss mich immer in ihn hineinversetzen und auf die Usability – die Nutzerfreundlichkeit – einer Website achten.“
Sascha Hartmann, Frontend-Entwickler bei der Main-Post

Nun ist der Internetauftritt eines Kunden also auf allen Geräten optimal nutzbar und wird auch bei Google gefunden. Was ist noch wichtig? „Die beste Website nutzt nichts, wenn sie nicht einfach zu bedienen ist.“ Der 27-Jährige spricht aus Erfahrung. Er hat schon sehr viele Websites programmiert sowie optimiert und weiß, was wichtig ist.

Ein Job aus verschiedenen Perspektiven

Für seinen Job bei der Main-Post muss der Würzburger immer wieder den Blickwinkel des Nutzers einnehmen. Ist die Internetseite verständlich aufgebaut? Ist die Navigation übersichtlich? „Als Web-Entwickler darf man den Nutzer nicht aus den Augen verlieren. Ich muss mich immer in ihn hineinversetzen und auf die Usability einer Website achten.“ Die Usability, also die Nutzerfreundlichkeit, spielt eine entscheidende Rolle für die digitale Visitenkarte.

„Die Weiterentwicklung verläuft im Internet äußerst dynamisch. Als Web-Entwickler muss man daher permanent hinzulernen und sich weiterentwickeln“, beschreibt Sascha Hartmann den Job als Frontend-Entwickler. „Der Job wird nie langweilig, durch die verschiedenen Kundenaufträge macht man nicht immer das Gleiche.“ Ein weiterer Pluspunkt für den 27-Jährigen: „Außerdem macht mir das Arbeiten mit den tollen Kollegen hier sehr viel Spaß.“ Für den Ausgleich wird nach Feierabend auch gerne einmal im Team eine FIFA-Runde auf der Playstation gespielt.

So wird man Frontend-Entwickler

Eine klassische Ausbildung zum Beruf des Frontend-Entwicklers beziehungsweise Web-Entwicklers gibt es allerdings nicht. Wie wird man also ein solcher Entwickler? Generell sollte man ein Talent im Programmieren haben sowie technisches Verständnis. Oft ist der Start in diesen Beruf ein Quereinstieg. So war es auch bei Sascha Hartmann.

 „Ich habe mich schon recht früh für Internet, Computer und Digitales interessiert. Schnell wusste ich, dass ich beruflich etwas in der Richtung machen will.“ Auf der Berufsfachschule in Haßfurt half ihm das breite IT-Angebot dabei, sich für einen Job zu entscheiden. „Da ich schon immer sehr strukturiert war und mir auch ein gutes Design wichtig ist, habe ich danach eine Ausbildung zum Mediengestalter Digital und Print gemacht.“ Anschließend hat sich der Würzburger auf eine Stellenanzeige als Frontend-Entwickler bei der Main-Post beworben – mit Erfolg.

Ein professionelles Aussehen des Webauftritts ist unverzichtbar – genauso wie der Job des Frontend-Entwicklers.

Zahlen und Fakten
  • Weltweit gibt es schätzungsweise 4,13 Milliarden Internetnutzer.
  • In Deutschland nutzen 62,9 Millionen Menschen das Internet.
  • 68 Prozent der deutschen Internetnutzer surfen mobil.
  • Voraussetzung für Job als Frontend-Entwickler: mittlerer Bildungsabschluss
  • Nötige Fachkenntnisse für den Beruf: PC- und Mobil-Kenntnisse, Internet-Anwenderkenntnisse, Kenntnisse in HTML, CSS und Programmiersprachen wie PHP und Javascript, Erfahrung mit Content-Management-Systemen von Vorteil
  • Aufstiegsmöglichkeiten im Beruf: Projekt- oder Teamleiter, Leiter einer Web-Abteilung, freiberuflicher Berater und Webdesigner

Der Autor

Denise Schiwon

Digital Managerin bei der Main-Post.

Denise Schiwon