Anziehungspunkt mit langer Tradition Image 1
Sonderveröffentlichung

Würzburg

Anziehungspunkt mit langer Tradition

Die Allerheiligen-Messe auf dem Würzburger Oberen und Unteren Markt beginnt am morgigen Samstag, 27. Oktober. FOTO: JOHANNES KIEFEER

Gerti Gundel
Fa. Joschi Pitsch
Bekannt, beliebt und viel besucht: Die Allerheiligenmesse ist in Würzburg die zweitälteste Messe. Sie beginnt in diesem Jahr am morgigen Samstag, 27. Oktober, und endet am Sonntag, 11. November.

Die Messe bietet Gelegenheit, auch mal Dinge zu entdecken, die es sonst in der Stadt nicht gibt. Wie in den vergangenen Jahren lockt sie auch in diesem Jahr auf dem Oberen und Unteren Markt mit allem, was das Herz begehrt. Veranstalter ist die Stadt Würzburg.
 
Die „Häfelesmess’“ präsentiert traditionsgemäß eine große Vielfalt an Töpfen, Tassen, Pfannen und anderen Haushaltsartikeln. FOTO: THERESA MÜLLER
Die „Häfelesmess’“ präsentiert traditionsgemäß eine große Vielfalt an Töpfen, Tassen, Pfannen und anderen Haushaltsartikeln. FOTO: THERESA MÜLLER
Zwei Wochen lang ist für Groß und Klein entspanntes Bummeln über die Messe angesagt. Diese präsentiert eine große Auswahl an Gewürzen, Süßigkeiten, Töpfen und Tassen, Pfannen, Korb- und Schneidwaren, Bürsten, Geschenken und Haushaltsartikeln, Schmuck, Uhren, Accessoires, warmer Bekleidung und vieles mehr für die bevorstehende kalte Jahreszeit. Natürlich dürfen Glühwein, gebrannte Mandeln und andere wohlschmeckende Angebote nicht fehlen. Geöffnet ist von Montag bis Freitag von 9 bis 19 Uhr, am Samstag von 9 bis 18 Uhr und am Sonntag von 11 bis 18 Uhr.

Die Allerheiligenmesse wird im Volksmund auch als „Häfelesmess’“ genannt (Häfele steht für Topf bzw. Tasse). Sie ist die einzige von drei Verkaufsmessen in Würzburg, deren Existenz schriftlich belegt ist: König Heinrich VII. ließ am 21. September 1227 einen Brief aus der Kaiserpfalz Wimpfen an die Stadt Regensburg schreiben, worin er zum Messebesuch ermuntert. Eingeführt wurde der Markt unter Bischof Hermann I. von Lobdeburg (1225 bis 1254).

In früheren Zeiten bauten die fahrenden Händler und Kaufleute ihre Buden und Stände auf dem Platz vor dem Dom – zur Domstraße hin – auf.