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Die bösartige Erkrankung entdecken

Wirksame Untersuchungsmethode: Die Mammographie kann Veränderungen in der Brust diagnostizieren, die zuvor nicht zu ertasten waren. FOTO: GETTY IMAGES

Regelmäßige Untersuchungen sollen helfen, Brustkrebs möglichst frühzeitig zu erkennen und damit die Heilungschancen im Fall der Fälle zu steigern. Ab dem 30. Lebensjahr haben Frauen die Möglichkeit, einmal jährlich Brüste und umliegende Lymphknoten von einer Gynäkologin oder einem Gynäkologen abtasten zu lassen.

Die Fachärzte fragen außerdem nach Beschwerden, klären die gesundheitliche Vorgeschichte ab und erläutern, wie man selbst die Brüste untersuchen und auf Veränderungen achten kann.

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Mammographie alle zwei Jahre

Frauen zwischen 50 und 69 Jahren können zusätzlich alle zwei Jahre eine Mammographie machen lassen. Dabei werden die Brüste geröntgt. Krankenkassen zahlen Tastuntersuchung sowie Mammographie als Teil des gesetzlichen Krebsfrüherkennungsprogramms.

Die Teilnahme an den Untersuchungen ist freiwillig. Generell beginne das Früherkennungsprogramm erst dann, wenn rein statistisch das Brustkrebsrisiko ansteige, erklärt die Leiterin des Krebsinformationsdienstes des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ), Susanne Weg-Remers. Also ab dem 50. Lebensjahr.

Die Strahlenbelastung muss den Frauen inzwischen seltener Sorgen machen, sagt die Expertin. Diese werde durch die modernen Geräte und Techniken immer weiter reduziert.

Alternativen zur Mammographie gibt es bisher noch keine. Sie lasse sich bisher durch kein anderes Untersuchungsverfahren ersetzen, so Weg-Remers. „Aber die Magnetresonanztomographie und die Sonographie sind als ergänzende Untersuchungen wichtig.“

Ergänzende Untersuchungen

Die kernspintomographische Untersuchung der Brust wird auch Magnetresonanz-“Mammographie“ bezeichnet, abgekürzt als MR-Mammographie oder MRM. Sie kommt wie die Ultraschalldiagnostik ohne belastende Strahlung aus. Diese MRT ist aber nicht für jede Frau notwendig.

Eine Magnetresonanztomographie, kurz MRT, biete sich ergänzend an, wenn eine Frau beispielsweise eine feste oder dichte Brust habe oder wenn sie in der Vergangenheit bereits operiert wurde, erläutert Weg-Remers.

Eine weitere Untersuchung ist die Sonographie. Sie gehe schnell, schmerze nicht und habe keine Nebenwirkungen, so die Leiterin des Krebsinformationsdienstes. „Man kann Flüssigkeiten in der Brust, also etwa harmlose Zysten, gut von anderen Veränderungen unterscheiden. Aber was sich sonst in der Brust tut, kann man selbst mit sehr modernen Ultraschallgeräten nur vermuten“, schränkt sie ein. Spezielle sonographische Untersuchungen sollen helfen, unklare Befunde sicher als gutartig oder bösartig einzustufen.

Dazu gehören beispielsweise die 3D-Sonographie, die Sono-Elastographie, mit der sich die Gewebe-Elastizität prüfen lässt, oder die Farbdoppler-Sonographie, mit der auch die Blutgefäße in der Brust gut dargestellt werden können. Dies sind jedoch keine Routineuntersuchungen, sondern werden nur bei bestimmten Fragestellungen eingesetzt. tmn


Möglicher Risikofaktor: Mangel an Vitamin D

Vitamin D nimmt eine Sonderstellung bei den Vitaminen ein. Denn streng genommen ist es gar kein Vitamin. Vitamine sind von der Definition her nämlich Nährstoffe, die der Mensch mit der Nahrung zuführen muss, weil er sie nicht selbst herstellen kann. Vitamin D kann allerdings vom menschlichen Körper hergestellt werden – vorausgesetzt der Mensch ist Sonnenlicht ausgesetzt.

Wissenschaftler aus den USA untersuchten in ihrer Studie, wie die Versorgung mit Vitamin D mit dem Auftreten von Brustkrebs zusammenhängt. Sie untersuchten anhand von verschiedenen Messwerten wie der Konzentration von Vitamin D im Blutserum, Vitamin-D-Zufuhr über die Nahrung, Gesamt-Vitamin-D-Zufuhr über Nahrung und Supplemente, Vorliegen eines Vitamin-D-Mangels, Einnahme von Vitamin-D-Supplementen, ob es einen Einfluss von Vitamin D gab.

Mangel an Vitamin D erhöht das Brustkrebsrisiko

Dabei zeigte sich, dass ein Mangel an Vitamin D deutlich im Zusammenhang mit dem Brustkrebsrisiko stand und dieses erhöhte. Umgekehrt zeigte sich: je mehr Vitamin D die Frauen über die Nahrung oder Supplemente zu sich nahmen, desto geringer war das Brustkrebsrisiko. Die Einnahme von Vitamin-D-Supplementen minderte ebenso das Brustkrebsrisiko.

Diese Analyse zeigt, dass ein Mangel an Vitamin D ein Risikofaktor für Brustkrebs sein könnte. Frauen, die ausreichende Mengen von Vitamin D über die Nahrung und Supplemente zuführten, hatten hingegen ein vermindertes Risiko für Brustkrebs. dgp

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