Nutri-Score: Bietet Orientierung, wird aber bislang zu selten angegeben
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Nutri-Score: Bietet Orientierung, wird aber bislang zu selten angegeben

Nutri-Score: Bietet Orientierung, wird aber bislang zu selten angegeben

Der Nutri-Score soll helfen, gesunde und ungesunde Lebensmittel leichter zu erkennen. Doch auf Lebensmitteln ist er nicht immer zu finden. FOTO: WOLFGANG KUMM, DPA

Ein bundesweiter Marktcheck der Verbraucherzentralen mit 1451 Lebensmitteln zeigt: Es sind noch zu wenige Produkte mit dem Nutri-Score gekennzeichnet. Dabei kann das freiwillige Label eine verlässliche Hilfe für Verbraucherinnen und Verbraucher bei der Auswahl von Produkten mit einer besseren Nährstoffzusammensetzung sein.

Weniger als die Hälfte der Lebensmittel mit Nutri-Score

Die Verbraucherzentralen haben hunderte Lebensmittel aus den Produktgruppen Brote und Brötchen, Pizzen, Milch und Milchgetränke, Pflanzendrinks und Cerealien hinsichtlich einer Kennzeichnung mit dem Nutri-Score überprüft.

Verglichen wurden die Ergebnisse mit den Angaben, die die Verbraucherzentralen im Rahmen eines Pre-Checks bei den gleichen Produkten ein Jahr zuvor erhoben hatten. Die Ergebnisse:

● 579 von 1451 Produkten (40 Prozent) trugen einen Nutri-Score und damit weniger als die Hälfte der untersuchten Lebensmittel.

● Mit 118 von 169 Produkten (70 Prozent) waren Pizzen am häufigsten mit dem Nutri-Score gekennzeichnet.

● Am seltensten war der Nutri-Score bei Cerealien und Milchprodukten mit einem Anteil von jeweils 28 Prozent zu finden.

● Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Anteil der mit einem Nutri-Score gekennzeichneten Produkte von 477 auf 579 und damit um sieben Prozentpunkte.

● Bei 140 von 1451 Lebensmitteln hat sich die Nährstoffzusammensetzung im Laufe des Jahres verbessert.

„Wir fordern in Sachen Nutri-Score mehr Tempo von der Lebensmittelindustrie", sagt Jutta Saumweber, Ernährungsexpertin bei der Verbraucherzentrale Bayern. ,,Die farbige Nährwertkennzeichnung kann ihre Aussagekraft innerhalb einer Produktgruppe wesentlich besser entfalten, wenn sie flächendeckend eingesetzt wird. Doch die Einführung geht nur langsam voran. Deshalb sollte der Nutri-Score europaweit zur Pflicht werden."

Bislang dürfen die Unternehmen aber noch selbst entscheiden, ob sie den Nutri-Score verwenden oder nicht. Verbraucherzentrale Bayern


So holt man das Beste aus Kardamom heraus

Wer einen Hauch Kardamom in Desserts, Glühwein oder Plätzchen liebt, sollte statt küchenfertig gemahlenem Kardamom besser ganze Kapseln verwenden, empfiehlt die Verbrauchzentrale Bayern. Denn sie sind noch aromatischer.

Das würzige Aroma liefern die kleinen braunen Samen im Inneren der Kapseln, erklärt Sabine Hülsmann, Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale.

Die mit dem Mörser gequetschten Kapseln lassen sich in den süßen Speisen mitkochen. Vor dem Servieren werden sie wieder entfernt. Wer nur die Samen verwenden möchte, kann diese leicht anrösten und mit einem Mörser zerstoßen. mag

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