Neue Mehrweg-Pflicht für die Essensmitnahme
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Neue Mehrweg-Pflicht für die Essensmitnahme

Neue Mehrweg-Pflicht für die Essensmitnahme

Wer Essen aus dem Restaurant oder von einem Imbiss holt, nimmt dabei oft auch Müll mit. Das soll sich mit dem neuen Verpackungsgesetz nun ändern: Man hat die Wahl, Mehrwegbehälter gegen ein Pfand zu bekommen. FOTO: BERND VON JUTRCZENKA, MAG

Seit Beginn des Jahres haben alle die Wahl: Man kann bei der Mitnahme von Getränken und Speisen im Restaurant, im Café oder in der Bar entscheiden, ob es Einweg oder Mehrwegverpackungen sein sollen. Auch bei Lieferdiensten und Catering kann man das aussuchen.

Das war bislang nicht so. Aber im neuen Jahr gibt es die Pflicht, Mehrwegalternativen fürs Essen und Trinken zum Mitnehmen als Alternative zu Einwegverpackungen aus Kunststoff oder mit einem Kunststoffanteil anzubieten. Das Ziel: Verpackungsmüll reduzieren.

Das Mehrweggeschirr wird gegen ein Pfand ausgegeben, das beim Zurückgeben wieder ausgezahlt wird. Alternativ kann man in seinem Stammcafé oder in seinem Lieblingsrestaurant auch bei jeder Abholung das gebrauchte Geschirr gegen das neu gefüllte austauschen.

Allerdings rät Saskia Erdmann, Nachhaltigkeitsexpertin bei der Verbraucherzentrale Berlin, zu einer zeitnahen Rückgabe.

Die Gefäße fehlen dem Restaurant sonst, das seinen Bestand dann vergrößern muss. Was letztlich heißt: Es müssen mehr Mehrwegbecher produziert werden, was Ressourcen verbraucht und auch die Nachhaltigkeit des Systems verschlechtert.

Übrigens: Es gibt Mehrwegsysteme, die in vielen Läden genutzt werden - und entsprechend auch in all diesen Läden zurückgegeben werden können.

Ausnahmen bei: Pizzakarton und Alu-Schale

Betroffen sind nur Verpackungen mit Kunststoff. Die Gastronomen müssen keine Alternative zu Pizzakartons oder Aluschalen anbieten, so die Sachsen. Verbraucherzentrale Und kleine Betriebe wie zum Beispiel Imbissbuden, die höchstens fünf Beschäftigte haben und deren Verkaufsfläche maximal 80 Quadratmeter beträgt, sind nicht von der Pflicht betroffen. Aber sie müssen selbst mitgebrachte Behälter der Kundinnen und Kunden befüllen, heißt es im Gesetz. mag


Waschanlage: Schaden am Auto dokumentieren lassen

Geht in der Waschanlage etwas am Auto kaputt, sollte man den Schaden sofort dokumentieren und sich vom Betreiber bestätigen lassen.

Denn nur, wenn sich klar feststellen lässt, dass der Schaden nur in der Waschanlage entstanden sein kann, muss der Betreiber auch dafür haften. Ist dieser Nachweis hingegen nicht möglich, können die Geschädigten auf den Kosten sitzen bleiben.

So lässt sich ein Urteil des Amtsgerichts Wedding deuten, auf das der ADAC hinweist (Az.: 20 C 350/20). mag

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