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Innovatives und sicheres Verfahren

Während der Untersuchung in einem MRT muss man ganz stillliegen, damit die Bilder, die dort gemacht werden, nicht verwackeln. FOTO: BERND WÜSTNECK, DPA

Die Kernspintomographie ist ein eindrucksvolles Beispiel eines innovativen, zugleich sehr sicheren und sich rasant weiterentwickelnden Diagnoseverfahrens in der Radiologie. Als Magnetresonanztomographie (MRT) wird die Untersuchung auch bezeichnet.

Mit Hilfe der Kernspintomographie, die keine Röntgen- oder radioaktive Strahlen, sondern ein starkes Magnetfeld und Radiowellen einsetzt, lassen sich in kurzer Zeit eindrucksvolle Schichtaufnahmen nahezu jeder Körperregion anfertigen. Besonders gut sind Gehirn und Rückenmark, innere Organe (mit Ausnahme der Lunge), aber auch Muskeln oder Gelenke zu erkennen. Mittlerweile können sogar Organbewegungen, etwa das schlagende Herz, bildlich dargestellt werden.

Einsatz zur Früherkennung von Tumoren

Neue Dimensionen dieser Technik eröffnen unter anderem die immer präzisere Darstellung von Blutgefäßen, virtuelle Bildanalyseverfahren, der Einsatz zur Früherkennung von Tumoren sowie Einblicke in den Körperstoffwechsel.

Die Kernspintomographie ist ein schonendes, praktisch risikoloses Untersuchungsverfahren. Aufgrund der fehlenden Strahlenbelastung können auch Kinder und Schwangere untersucht werden. Und wenn ein Patient kein jodhaltiges Kontrastmittel vertragen sollte, wie es z. B. in der Computertomographie zum Einsatz kommt, kann der Radiologe oder die Radiologin oft auf eine Kernspinuntersuchung ausweichen.

Vor Beginn der Untersuchung müssen Sie alle metallischen Gegenstände abgeben. Dazu zählen auch Uhren, Hörgeräte sowie Scheck- oder Kreditkarten. Metallteile im Körper wie zum Beispiel fester Zahnersatz, Gelenkprothesen oder Metallplatten nach Operation eines Knochenbruchs stellen in der Regel kein Problem dar.

Da es im Magnetfeld zu Fehlfunktionen kommen kann, sind Patientinnen und Patienten mit Herzschrittmachern von der Untersuchung ausgeschlossen, ebenso Menschen mit Innenohrprothesen (Cochleaimplantaten).

Während der Untersuchung liegen Sie auf einer Liege, die sich anfangs langsam in die Öffnung des Geräts, also in Richtung Magnet, bewegt. Sie befinden sich dann ganz oder – etwa bei einer Untersuchung des Kniegelenks – teilweise im Gerät.

An- und abschaltende Magnetfelder erzeugen relativ laute, klopfende Geräusche, die manche als störend empfinden. Sie erhalten daher Ohrstöpsel oder einen geschlossenen Ohrschutz; häufig können Sie während der Untersuchung auch Musik hören. Die Untersuchung dauert je nach untersuchter Körperregion und Fragestellung wenige Minuten bis zu einer halben Stunde.

Auch bei Platzangst gibt es Lösungen

Manche Patienten und Patientinnen leiden unter der relativen Enge des Geräts („Platzangst“). Sollte dies für Sie zutreffen, sprechen Sie bitte mit Ihrem Hausarzt oder Hausärztin vorab oder mit Radiologin oder Radiologe. Generell können Sie davon ausgehen, dass der Kopf bei der Untersuchung einer Körperregion unterhalb des Nabels außerhalb des Gerätes liegt.

Selten kann eine kurze Narkose notwendig werden. In diesem Fall müssen Sie in Begleitung kommen, da Sie nach der Untersuchung für einen Tag kein Fahrzeug mehr fahren dürfen. Radiologienetz


Wann Sie zur Mammographie sollten

Durch eine Mammographieaufnahme lassen sich winzige Verkalkungen schon ab einem Durchmesser von 0,1 Millimetern im Brustgewebe aufspüren. Diese sogenannten Mikroverkalkungen sind häufig Hinweise auf Brustkrebs. Kleine Tumore sind ab fünf Millimeter Durchmesser zu erkennen. In diesem frühen Stadium ist die Aussicht auf Heilung ausgesprochen gut.

Die Untersuchung der Brust wird empfohlen, wenn die Frau einen Knoten oder eine Verhärtung ertastet hat. Ebenso bei Schmerzen, ungewöhnlichen Hautveränderungen, Ausfluss aus der Brustwarze oder vergrößerte Lymphknoten in der Achselhöhle. Auch wenn ein erhöhtes Brustkrebsrisiko, z. B. durch eine andere schon bestehende Krebserkrankung oder durch familiäre Vorbelastung, besteht, sollte über eine Diagnostik nachgedacht werden. In diesen Fällen sollte die Frau mit ihre Ärztin oder ihrem Arzt besprechen, ab wann und wie oft eine Mammographie durchgeführt werden soll. Brustkrebs ist der häufigste bösartige Tumor bei Frauen. Je früher er diagnostiziert wird, desto größer sind die Heilungschancen.

Bei der Mammographie wird die weibliche oder männliche Brustdrüse röntgenologisch untersucht. Sie ist die Methode der Wahl zur Erkennung von Brustkrebs. Die Mammographie sollte in der ersten Hälfte des Zyklus, etwa eine Woche nach der Regelblutung, durchgeführt werden. In dieser Zyklusphase ist das Drüsengewebe etwas aufgelockert, sodass einerseits die Qualität der Aufnahmen verbessert wird und andererseits die Brust nicht so druckempfindlich ist.

Es ist zudem ratsam am Untersuchungstag keine Körperlotion, kein Körperpuder und kein Deodorant aufzutragen. Radiologienetz

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