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Tag der offenen Tür am 10. Juli in der „casa Vielfalt“

Marion Hammer (Caritas-Koordinationsleitung), Diakon und Caritas-Seelsorger Joachim Werb und Caritas-Kreisverbandsvorsitzender Kilian Hartmann freuen sich über die gelungene Umsetzung der „casa Vielfalt“ im Pfarrzentrum Sankt Anton. Beeindruckend präsentiert sich dabei auch der neugestaltete Kirchenraum trotz einer Verkleinerung. FOTO: STEFAN PFISTER

Vor vier Jahren haben die Arbeiten für die Neugestaltung der Kirche Sankt Anton in Schweinfurt begonnen. Mittlerweile sind sie weitgehend abgeschlossen. Entstanden ist ein innovatives Projekt in der katholischen Kirche: die „casa Vielfalt“. Unter ihrem Dach sind viele kirchliche und karitative Angeboten vereint, die bislang auf mehreren Standorten verteilt waren. Bei der Altarweihe im April lobte Bischof Dr. Franz Jung die „casa Vielfalt“ – das Akronym casa steht für Caritas und St. Anton – als „Leuchtturm der Kirche und ihrer Caritas in der Region Schweinfurt“. Rund 17,7 Millionen Euro hat die Kirchenstiftung Sankt Anton und der Bischöfliche Stuhl Würzburg in das Großprojekt investiert.

Zusammen mit Gemeindefest

Anlässlich eines Tages der offenen Tür, der im Rahmen des Gemeindefestes St. Anton am Sonntag, 10. Juli, stattfindet, bietet die Pfarrgemeinde auch Führungen durch die Räume an. Beginn ist um 10 Uhr mit einem Vielfalts-Gottesdienst mit der Band „Godspell“. Daran schließt sich der Festbetrieb mit einem bunten Programm bis 19 Uhr an.

Mittelpunkt der „casa Vielfalt“ bleibt die Kirche. Obwohl sie erheblich verkleinert wurde und schlicht eingerichtet ist, beeindruckt sie mit Größe und Ambiente. Ermöglicht wird dies durch ein besonderes Lichtkonzept. Die vier mächtigen Rundbogenfenster blieben erhalten – eines wurde in einer spektakulären Aktion verschoben. Der nun runde Alter aus hellem Terrazzo ist aus dem gleichen Material wie der Boden. Statt frontal angeordneter Bänke sind Stühle im Halbkreis um den Altar aufgestellt. „Der Priester befindet sich nun auf einer Ebene mit der Gemeinde“, erklärt Diakon und Caritas-Seelsorger Joachim Werb beim Rundgang.

Durch den Rückbau des Kirchenraums ist ein großes, gläsernes und barrierefrei gestaltetes Eingangsportal entstanden, das Zugang zu allen Bereichen der „casa Vielfalt“ bietet. „Es ist ein Eingang für alles: Von außen ist nicht erkennbar, welches Anliegen man hat“, erwähnt Werb einen Vorteil dieser baulichen Anordnung. In den oberen Etagen des Foyers, wurden Besprechungs- und Konferenzräume eingerichtet, teils mit einer spektakulären Aussicht auf das Stadtgebiet. Auch das Pfarrbüro hat hier eine neue Heimat gefunden.

Im linken Seitenflügel im Obergeschoss befinden sich der Pfarrsaal und Mietwohnungen. Darunter ist das Cafe´ Charisma, ein Projekt des Sozialpsychiatrischen Dienstes der Caritas, das im Laufe des Sommers eröffnet wird. Hier wird Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen die Möglichkeit gegeben, eine Tagesstruktur aufzubauen durch beschützte Beschäftigung.

Im rechten Gebäudeteil sind die Geschäftsstelle des Caritasverbands, der Sozialpsychiatrische Dienst, der Allgemeine Soziale Beratungsdienst, Fachdienst Gemeindecaritas, der Malteser Hospizdienst, ein Tageszentrum für psychisch kranke Menschen sowie der Krisendienst Unterfranken mit dem Mobilen Einsatzteam Main-Rhön angesiedelt.

„Wir wollen Vielfalt leben“

Im Obergeschoss des Gebäudes der Kindertagesstätte Sankt Anton befand sich bislang der Pfarrsaal. Dort sind die Caritas-Schulen (Schulvorbereitende Einrichtung, Heilpädagogische Tagesstätte der Julius-Kardinal-Döpfner-Schule, Frühförderstelle des Caritasverbands) untergekommen. „Im casa Vielfalt sind alle Menschen willkommen, unabhängig von Konfession, Herkunft oder Nationalität. Hier wollen wir Vielfalt leben“, sagen Caritas-Kreisverbandsvorsitzender Kilian Hartmann und Koordinationsleiterin Marion Hammer. spf

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