Preise müssen jetzt anders deklariert werden Image 1
Anzeige

Preise müssen jetzt anders deklariert werden

Für bessere Vergleichbarkeit: Lebensmittel-Grundpreise müssen jetzt einheitlicher angegeben werden. FOTO: BENJAMIN NOLTE

Seit 28. Mai soll es einfacher sein, Preistricks im Einzelhandel zu entlarven. Eine Verordnung soll mehr Transparenz schaffen.

Nicht wundern, wenn im Supermarkt, Baumarkt oder Elektrofachgeschäft die Preisschilder jetzt anders als gewohnt aussehen: Die geänderte Preisangabenverordnung will es so. Die Anpassung soll dem Verbraucherschutz dienen. Doch was ändert sich konkret?

Bei der Werbung mit Preisermäßigungen muss der vorherige Verkaufspreis angegeben werden, sagt Constanze Rubach von der Verbraucherzentrale Niedersachsen. Der vorherige Verkaufspreis ist dabei der günstigste Gesamtpreis der vergangenen 30 Tage.

Verordnung lässt Raum für Ausnahmen

Die Preise könnten entweder direkt gegenübergestellt oder die Ermäßigung als prozentualer Abzug angegeben werden.

Ausgenommen von dieser Preisinformationspflicht sind generelle Preisnachlässe mit allgemeinen Werbeaussagen wie „Knaller-“ oder „Dauertiefpreis“. Ausgenommen sind außerdem schnell verderbliche Waren mit kurzer Haltbarkeit, die vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums reduziert angeboten werden.

Dort reicht auch weiterhin ein einfacher Aufkleber mit der Angabe der Preisermäßigung. Das soll laut Rubach den Abverkauf dieser Lebensmittel erleichtern und zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung beitragen.

Außerdem werden mit der Änderung der Verordnung die Mengeneinheiten von Grundpreisen vereinheitlicht. Im Supermarkt etwa ist dann der Kilogramm- oder Literpreis angegeben, im Baumarkt eher der Quadrat- oder Kubikmeterpreis. Die Grundpreisangabe pro 100 Milliliter oder pro 100 Gramm ist Rubach zufolge im Supermarkt nur noch bei loser Ware zulässig.

Weitere Themen