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Sehr nah an den natürlichen Zähnen

Der Zahnarzt erklärt am Modell die Funktion eines Implantats. FOTO: RONSTIK/GETTY IMAGES

Die Wahl des perfekten Zahnersatzes ist immer Vertrauenssache. Dies trifft ganz besonders auf Zahnimplantate zu, denn diese verbleiben Jahrzehnte – oft sogar lebenslang – im Kiefer. Die Auswahl des geeigneten Implantatsystems und der Materialien geschieht in Abstimmung zwischen Patienten, dem behandelnden Zahnarzt oder Implantologen und dem Dentallabor.

Umfassende Beratung

Sehr wichtig sind eine ausführliche und umfassende Beratung im Vorfeld der Behandlung und die Klärung aller offenen Fragen. „Zahnimplantate können einzelne oder mehrere eigene fehlende Zähne ersetzen“, erklärt Prof. Dr. Frank Schwarz, Direktor der Poliklinik für Zahnärztliche Chirurgie und Implantologie am Carolinum in Frankfurt und Fachzahnarzt für Oralchirurgie, „verschiedene Voraussetzungen müssen jedoch für Zahnersatz mit Implantaten erfüllt sein.“

Implantate haben sich bei zahlreichen Formen von Zahnverlust bewährt. Es sind künstliche Zahnwurzeln, die der Zahnarzt in den Kieferknochen einsetzt. Auf den Zahnimplantaten befestigt er dann den eigentlichen vom Zahntechniker hergestellten Zahnersatz wie Kronen, Brücken oder herausnehmbaren Zahnersatz wie Prothesen. Zwar sind die Kosten für Implantate höher als für herkömmlichen Zahnersatz, jedoch bieten Implantate auch zahlreiche Vorteile. Denn eine Versorgung mit Zahnimplantaten kommt natürlichen Zähnen sehr nah. Bei einer Implantation sollten die Nachbarzähne gesund sein und Zähne, Zahnfleisch sowie Kieferknochen entzündungsfrei. Eine gute Mundhygiene und der regelmäßige Besuch beim Zahnarzt sind wichtig. Regelmäßige Professionelle Zahnreinigungen sind im Hinblick auf den Behandlungserfolg von wesentlicher Bedeutung.

Auf das Rauchen verzichten

Für die Zahnimplantate muss zudem genügend Kieferknochen vorhanden sein, es sollten keine schwerwiegenden Allgemeinerkrankungen vorliegen. Außerdem sollte auf das Rauchen verzichtet werden, denn Raucher verlieren deutlich mehr Implantate als Nichtraucher.

Die Langlebigkeit von Implantaten im Ober- und Unterkiefer hängt maßgeblich von der sorgfältigen Mundhygiene ab. Die lässt man sich am besten vom Zahnarzt oder Implantologen während der Behandlung erklären. prodente.de/KZBV


Das lückenlose Bonusheft zahlt sich aus

Mehr als 100 Euro können Krankenversicherte bei einem Zahnersatz einsparen, wenn ihr Bonusheft lückenlos gefüllt ist. Für jede Kontrolluntersuchung in der Zahnarztpraxis erhält man einen Stempel. Können Versicherte für fünf Jahre am Stück Stempel nachweisen, gibt es von der Krankenkasse bei einer Zahnersatzbehandlung (Krone, Brücke, Prothese) einen höheren Zuschuss – 70 statt 60 Prozent. Ist das Bonusheft über zehn Jahre lückenlos gefüllt, gibt es 75 Prozent. 

Nur bei Regelversorgung Zu beachten ist, dass sich der Zuschuss auf die Regelversorgung bezieht. Wer also eine abweichende Behandlung bevorzugt und etwa ein teureres Brückenmaterial wählt, erhält auch dann nur den Zuschuss auf die Regelversorgung – und muss anfallende Extrakosten selbst tragen. tmn

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