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Schützenfest, Aufholjagd und Elfmeterschießen

     

Groß war die Freude bei den Spielern und Trainern des TSV Aubstadt, nach dem 3:1-Sieg im Pokal-Viertelfinale gegen den Drittligisten Türkgücü München. FOTO: RUDI DÜMPERT

Der Einzug ins Toto-Pokal-Halbfinale ist für den TSV Aubstadt der größte Erfolg in seiner 101-jährigen Vereinsgeschichte. Unmittelbar nach dem überzeugenden 3:1-Sieg im Viertelfinale gegen den Drittligisten Türkgücü München wünschte sich TSV-Trainer Victor Kleinhenz den Traditionsverein TSV 1860 München als Gegner im Halbfinale. Knapp zwei Monate später erfüllte sich dieser Wunsch tatsächlich und seitdem fiebert man im Grabfeld auf dieses „Jahrhundertspiel“ hin, das am Samstag, 26. März, um 14 Uhr in der Aubstädter NGN-Arena stattfinden wird. Wir werfen einen Blick auf den Weg des TSV Aubstadt und des TSV 1860 München ins Pokal-Halbfinale. 
   

In der ersten Runde hatten es beide Teams mit unterklassigen Vereinen aus Unterfranken zu tun. Wesentlich besser aus der Affäre zog sich dabei der TSV Aubstadt, dem beim Bezirksligisten FC Thulba mit dem 14:0-Erfolg der höchste Sieg aller Teams in der aktuellen Pokalsaison gelang. Ein besonderes Spiel war es für TSV-Trainer Victor Kleinhenz, der sich beim Wiedersehen mit seinem Ex-Verein darüber freute, „dass seine Spieler gierig auf Tore waren“.

Einige Mühe hatte hingegen der TSV 1860 München, der beim Würzburger Kreisligisten SV Birkenfeld nach einer torlosen ersten Halbzeit am Ende glanzlos mit 3:0 gewann. Während des Spiels wurden die zahlreichen Löwen-Fans teilweise schon etwas unruhig und bekundeten ihren Unmut. Die Münchner waren allerdings auch nur mit ihrer zweiten Mannschaft angereist und standen zudem im Vorfeld lange im Stau.

Auch in der zweiten Runde musste der TSV 1860 München in Franken antreten, diesmal in Oberfranken beim Bezirksligisten BSC Saas-Bayreuth. Obwohl die Münchner erneut mit ihrer zweiten Mannschaft antraten, setzten sie sich souverän mit 3:0 durch. Kurz vor dem Aus stand hingegen der TSV Aubstadt, der beim ambitionierten Bayernligisten SpVgg Ansbach bis zur 78. Minute mit 0:1 zurücklag. In der Schlussphase wurde das Anrennen der Aubstädter belohnt und es sprang noch ein 3:1-Erfolg heraus.

Im Achtelfinale drohte dann den Löwen das vorzeitige Scheitern. Vor über 4000 Zuschauerinnen und Zuschauern verspielte das Köllner-Team beim Regionalligisten Wacker Burghausen eine 2:0-Führung und musste ins Elfmeterschießen. Dort behielten alle Gäste-Spieler die Nerven, während für Burghausen Andre´ Leibold verschoss. Relativ souverän setzten sich die Aubstädter zu Hause im Regionalliga-Duell gegen den TSV Rain/Lech mit 3:1 durch. Im Viertelfinale gegen Türkgücü München spielten die Aubstädter selbstbewusst auf und begeisterten beim 3:1-Erfolg sogar ihren eigenen Trainer. „Meine Mannschaft hat die Woche über sowas von felsenfest daran geglaubt, dass sie dieses Spiel gewinnen kann“, freute sich Kleinhenz.

Dass auch in der Regionalliga Bayern guter Fußball gespielt wird, musste der TSV 1860 München nach dem Zittersieg in Burghausen auch im Viertelfinale feststellen. In der ausverkauften SMR-Arena in Buchbach liefen die Löwen zweimal einem Rückstand hinterher, setzten sich am Ende aber doch mit 3:2 durch. fka 
    

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