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Wann ist eine Wärmepumpe die beste Lösung?

Was früher im Heizungskeller stand, findet sich heute im Garten: Wärmepumpen werden zum Heizen und zur Aufbereitung von Warmwasser beliebter. FOTO: JAN WOITAS, MAG

Wärmepumpen ziehen ihre Energie aus der Umwelt – aus der Luft, dem Erdreich und dem Grundwasser. Die Wärme wird über Rohre gewonnen, in denen Wasser mit Frostschutzmittel zirkuliert, oder über Ventilatoren, die die Luft ansaugen.

Sie treffen in der Wärmepumpe auf ein Kältemittel, das bei niedriger Temperatur verdampft. In einem Kompressor wird der Dampf verdichtet und dadurch sehr warm. Diese Wärme wird im dritten Schritt an den Heizkreis abgegeben. Ein Wärmeverteil- und Speichersystem lagert die Energie zwischen oder verteilt sie direkt im Haus. 

Ideal sind laut Martin Sabel, Geschäftsführer des Bundesverbands Wärmepumpe, Vorlauftemperaturen von 35 bis 40 Grad im Dauerbetrieb, wie sie in Neubauten, gut gedämmten Gebäuden und bei entsprechend dimensionierten Heizkörpern in weniger gut gedämmten Gebäuden möglich sind.

Aber auch bei höheren Vorlauftemperaturen von 55 Grad reichten in den meisten Bestandsgebäuden aus, so der Wärmepumpenexperte.

Das heißt also: Der Wechsel zu einer Wärmepumpe ist auch im Altbau möglich, es kann aber sein, dass weitere Installationen und entsprechende Kosten dazukommen – etwa der Austausch von Heizkörpern oder die Dämmung der Wände und Decken.

Profis sprechen davon, dass ein Gebäude „niedertemperaturfähig“ wird, erklärt Hans-Joachim Riechers vom Verband für Dämmsysteme, Putz und Mörtel. Das ist der Fall, wenn die Vorlauftemperatur am kältesten Tag des Jahres nicht höher als 55 Grad sein muss. An allen anderen Tagen muss sie sogar sehr deutlich darunter liegen.

Ob das eigene Haus schon soweit ist, errechnen Handwerker oder Ingenieure. Stefan Materne – vom Team Energieberatung der Verbraucherzentrale – rät, vor dem Einbau der Wärmepumpe auch unbedingt die Heizlast berechnen zu lassen. mag

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