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Wellness: Mehr als Sauna und Massage

Wellness kann auch bedeuten, durch Meditation zu sich selbst zu finden. FOTO: CHRISTIN KLOSE, DPA

Bei Wellness-Urlaub denken viele immer noch an Sauna und Massagen. Doch es hat sich viel getan. Lutz Hertel vom Deutschen Wellnessverband beobachtet ein starkes Bedürfnis nach echter Wellness statt kurzen Alltagsfluchten. Claudia Wagner vom Veranstalter Fit Reisen sieht ebenfalls ein Bedürfnis nach ganzheitlicher Selbstoptimierung. Ihre Gäste wünschten sich tiefenwirksame, individuelle Auszeiten.

Ob Wandern, Waldbaden, Yoga, Tai Chi oder Bouldern: Die Experten beobachten eine Hinwendung zur Natur. Wald und Wiese werden zur Kulisse für Gymnastik oder Meditation. Sogar massiert wird gerne im Freien. Die Grenzen zwischen Wellness und Sport verwischen.

„Altrömische Säulen und Kunstpalmen in den Badelandschaften gehören der Vergangenheit an“, sagt Hertel. In Bayern, Österreich und Südtirol werden die Spa-Bereiche innen gerne mit Moos, Pflanzen und Bäumchen belebt.

Auch die Behandlungen selbst folgen dem Naturtrend. Regionaltypische Anwendungen sollen die Selbstheilungskräfte stärken. In der Limes-Therme Bad Gögging zum Beispiel schwitzen Gäste im Moorbad oder genehmigen sich ein Hopfenbad.

Mental den Körper bei der Heilung unterstützen: Diesen Ansatz verfolgen die modernen Ausprägungen der traditionellen Chinesischen Medizin und des Ayurveda.

Im Yoga geht der Trend zum ruhigeren Yin-Yoga, bei dem man in Positionen länger passiv dehnt, anstatt durch einen kraftvollen Sonnengruß in Schwung zu kommen. In der Fitness verspricht Slow Jogging gesundes, gewichtsminderndes Genusslaufen.

Hertel sieht in den Trends den Ausdruck einer neuen Philosophie, die sich um eine bessere Work-Life-Balance bemüht. „Es geht um ein weniger gehetztes, dafür bewussteres und genussvolleres Leben.“ mag

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