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Wie wir den Fokus finden


Wenn viel zu tun ist, braucht man Ruhe und Konzentration, um die Aufgaben zu bewältigen. Stattdessen schweift man mit den Gedanken ständig ab, spielt am Handy oder plaudert mit den Kollegen.

Warum ist nur so schwer, konzentriert zu bleiben – und was kann man dafür tun? Der Überblick zeigt, an welchen Stellschrauben Sie drehen können.

Hochs und Tiefs clever für sich nutzen

Als Konzentration bezeichnen wir die Fähigkeit, sich auf eine Aufgabe zur Zeit zu fokussieren. „Diesen Zustand länger als zwei Stunden am Stück aufrecht zu erhalten, ist jedoch grob unrealistisch“, sagt der Neurowissenschaftler, Biochemiker und Buch-Autor Henning Beck.

Trabert Hörakustik

Die Konzentrationsfähigkeit unterliege zudem Schwankungen. Statt zu versuchen, die ganze Zeit konzentriert zu sein, sollte man lieber lernen die Hochs und Tiefs der eigenen Konzentrationsfähigkeit clever zu nutzen.

„Es ist ähnlich wie beim Sport, wo man ja auch immer einen Wechsel zwischen Anstrengung und Entspannung braucht“, sagt Beck. Deswegen sei ein intervallartiges Arbeiten eigentlich am besten.

Den eigenen Biorhythmus beachten

Der Biorhythmus ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich und beeinflusst die Zeiten, zu denen man sich besonders gut konzentrieren kann. Manche Leute sind eher morgens produktiv, andere dagegen abends. „Das kann man gut ermitteln, indem man eine Zeit lang ein Tagebuch oder eine Liste darüber führt und dann für sich nutzt“, rät Mangold. Schlaf und Ernährung sind ebenfalls wichtige Faktoren, die unsere Konzentrationsfähigkeit beeinflussen. Mahlzeiten zu planen ist ebenfalls hilfreich.

Stress und Emotionen nicht ignorieren

Ist man aufgeregt, verpufft die Konzentrationsfähigkeit, egal ob man sich freut oder trauert. „Emotionen sind automatisierte Reaktionen auf Reize und dienen dazu, einen bestimmten Reiz besonders schnell zu verarbeiten“, sagt Beck. Diese Anstrengung überlagere dann alles andere im Gehirn. Stress hingegen steigert die Konzentrationsfähigkeit vorübergehend, aber Vorsicht: „Stress ist eine biochemische Scheuklappe, die unsere Wahrnehmung verengt, um mit einer als bedrohlich empfundenen Situation so schnell wie möglich fertig zu werden.“

In Stresssituationen handeln wir daher oft besonders entschlossen und schnell. Im Job oder Studium kommt uns das aber nicht immer zugute. „Bei einer Prüfung oder Präsentation ist es ja nicht der Inhalt, sondern die Situation, die den Stress verursacht, deswegen überlagert der Stress dann unsere Fähigkeit, uns auf den Inhalt zu konzentrieren.“ Am besten simuliert man die Prüfungssituation vorher, um sich daran zu gewöhnen. mag

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