MÜNCHEN

Florian Pronold schießt gern mal übers Ziel hinaus

(lby) Er wolle gern der zweite SPD-Ministerpräsident in Bayern nach Wilhelm Hoegner werden, pflegt Florian Pronold zu sagen. Bis dahin dürfte es angesichts der jüngsten SPD-Wahlergebnisse im Freistaat zwar noch ein gutes Stück Weg sein. Nun soll der „Ziehsohn“ des scheidenden Landesvorsitzenden Ludwig Stiegler aber immerhin schon einmal neuer Chef der Bayern-SPD werden.

Schon jetzt blickt der 36-jährige Rechtsanwalt auf eine steile Parteikarriere zurück: Mit 16 trat er in die SPD ein, 1999 wurde er Vorsitzender der bayerischen Jusos. Seit 2002 sitzt er für die SPD im Bundestag. 2004 wurde der Niederbayer zum stellvertretenden Vorsitzenden der Bayern- SPD gewählt, 2006 zum Chef der SPD-Landesgruppe im Bundestag. Gänzlich unumstritten ist der Parteilinke in der SPD dennoch nicht.

Der fast noch jugendlich wirkende Pronold ist ein Mann der klaren Worte, einer, der gerne mal provoziert. Markus Söder, damals CSU-Generalsekretär, bezeichnete er einmal als „größten Kotzbrocken der deutschen Politikszene“. Auch bei anderen Gelegenheiten schießt der gebürtige Passauer schon mal übers Ziel hinaus. Wie im Jahr 1996, als sein Name erstmals in den Schlagzeilen auftauchte. Im Kruzifix-Streit bezeichnete Pronold Jesus als „überflüssigen Latten-Gustl“.

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