MÜNCHEN/WÜRZBURG

Fränkisch für Flüchtlinge

Dialektforschung an Würzburger Schule
Dialektforscherin Monika Fritz-Scheuplein schreibt in der 8. Klasse des St. Ursula-Gymnasiums in Würzburg (Unterfranken) als Beispiel die Wörter "Brötchen" und "Frau" in Hochdeutsch und unterfränkischem Dialekt an die Tafel (Foto vom 26.01.2009). Foto: A3609 Daniel Karmann (dpa)

Fränkisch ist mehr als nur ein „fei“ an der richtigen Stelle im Satz platziert. Kein Wunder, dass da so manch „Neigeschmeckter“ oft nur Bahnhof versteht.

Die kürzlich vorgestellte fränkische Sprachtafel soll helfen, sich im Dialekt-Dschungel zurechtzufinden. Auf der als Integrationshilfe gedachten Sprachtafel sind Symbole mit fränkischen Ausdrücken oder Sätzen zu sehen. Entwickelt hat die bildlichen Erklärungen für Begriffe wie „der Schreibdisch“ oder „der Reeche“ Martin Neumayer, Integrationsbeauftragter der bayerischen Staatsregierung in Zusammenarbeit mit dem Förderverein Bairische Sprache und Dialekte. „Die Sprache und auch die Mundarten mit ihren verschiedenen Ausprägungen sind der beste „Brückenbildner“ zwischen Menschen. Mit den Dialekt-Sprachtafeln erweitert sich die Zielgruppe über Menschen mit Migrationshintergrund hinaus auf alle Menschen, die Freude an bayerischen Mundarten haben“, erklärt er.

„Die Dialekt-Sprachtafeln helfen mehrfach“, betont auch Landtagspräsidentin Barbara Stamm (CSU). Zum einen leisteten sie einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Mundart in unseren Regionen, so Stamm.

Auch eine schwäbische Sprachtafel wurde kürzlich präsentiert. Vor einigen Wochen wurde die bairische Sprachtafel vorgestellt. Im ersten Monat seien bereits rund 9000 Exemplare an Schulen, Vereine, Helferkreise, Volkshochschulen und Feuerwehren verschickt worden, so Neumayer. Ob auch die fränkische Variante so gut ankommt, wird sich zeigen.

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