WÜRZBURG/SCHWEINFURT

Landtags- und Bezirkswahl: So wird gewählt

Stimmzettel Landtagswahl
Zwei weiße und zwei blaue Stimmzettel müssen die Wähler bei der Landtags- und Bezirkswahl ausfüllen. Foto: Karl-Josef Hildenbrand, dpa

Die Briefwahl wird immer beliebter. Viele der 1,1 Millionen Wahlberechtigten in Unterfranken haben die Stimmzettel bereits zuhause liegen. Jeder Wähler hat vier Stimmen – je zwei bei der Landtags- und Bezirkswahl.

Mit der Erststimme auf dem weißen Stimmzettel entscheiden die Wähler über den Direktkandidaten, der den Stimmkreis im Maximilianeum vertritt. Bei der Zweitstimme geht es um den sogenannten Listenkandidaten. Anders als bei der Bundestagswahl, kann man kein Listenkreuz setzen, sondern muss sich einen der über 200 Namen auswählen. Das muss aber, wie gesagt, nicht derjenige sein, der ganz oben auf der bevorzugten Liste steht. Vorteil der personalisierten Listenwahl ist, dass die Wähler die Reihung der Kandidaten, die eine Partei beschlossen hat, neu ordnen kann.

Während über die prozentuale Sitzverteilung im Bundestag allein die Zweitstimme entscheidet, zählen für die Zusammensetzung des Landtags Erst- und Zweitstimme gleichermaßen. Am Ende steht das sogenannte Gesamtstimmen-Ergebnis. Danach richtet sich die Mandatsverteilung. In Unterfranken werden 19 Sitze vergeben, darunter zehn Direktmandate.

Überhangmandate

Sollte eine Partei mehr Direktmandate gewinnen, als ihr nach Gesamtstimmenanteil zustehen, spricht man von Überhangmandaten. Diese müssen dann gemäß eines komplizierten Rechenverfahrens eventuell durch zusätzliche Sitze für andere Parteien ausgeglichen werden.

Die Bezirkswahl läuft nach den gleichen Regeln ab. Hier sind die Stimmzettel blau. Bei der Zusammensetzung des Bezirkstags gilt allerdings, anders als bei der Landtagswahl, keine Fünf-Prozent-Hürde.

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