MÜNCHEN/KÖLN

„Pro Papa“: Gläubige demonstrieren für den Papst

Nach dem Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche haben sich am Sonntag rund 7000 Gläubige in München und Köln versammelt, um ihre Solidarität mit Papst Benedikt XVI. zu bekunden.
Solidarität mit dem Papst: In München demonstrierten rund 2000 Menschen für Benedikt XVI.
Solidarität mit dem Papst: In München demonstrierten rund 2000 Menschen für Benedikt XVI. Foto: dpa

In München feierten rund 2000 Menschen nach einem gemeinsamen Gottesdienst mit „Benedetto“-Jubelchören, weiß-gelben Vatikanflaggen und „Viva il papa“-Plakaten auf dem Odeonsplatz in der Innenstadt das katholische Kirchenoberhaupt. Besonderen Applaus erntete bei der Münchner Demonstration der Podiumssprecher Michael Ragg für seine Kritik an der „teils ahnungslosen, teils böswilligen Berichterstattung“ über den „gütigen und weisen“ Papst.

„Er hat sich entschuldigt“

„Er hat sich bei den Missbrauchsopfern entschuldigt – was soll er also noch alles tun?“, fragte die Mitinitiatorin der Solidaritätskundgebung, Roswitha Biersack. „Wir wollen zeigen, dass seine Heimat hinter dem Papst steht.“ Nach dem Vorbild ähnlicher Aktionen in Italien hatte die Initiative „Deutschland pro Papa“ zu der Kundgebung in München aufgerufen.

Zeitgleich fand in Köln eine ähnliche Demonstration statt, an der laut Mitorganisator Martin Rothweiler mehr als 5000 Menschen teilnahmen. Sie seien aus ganz Nordwestdeutschland nach Köln gekommen, sagte er.

Keine Nebelkerzen werfen

Nach einer Messe im Dom mit dem emeritierten Weihbischof Klaus Dick gab es noch eine Kundgebung auf dem Roncalliplatz neben dem Kölner Dom. „Es ging nicht darum, Nebelkerzen in Sachen Missbrauchsfälle zu werfen, sondern darum, ein deutliches Zeichen in Richtung Papst zu senden“, sagte Mitorganisator Rothweiler.

Papst Benedikt XVI. bedankte sich während seines Angelusgebets in seiner Sommerresidenz Castel Gandolfo mit einem besonderen Gruß für die Papst-Demos in Köln und München.

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