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Unterfränkischer FDP-Chef: „Scheitern war nie auszuschließen“

Der unterfränkische FDP-Vorsitzende Karsten Klein
Der unterfränkische FDP-Vorsitzende Karsten Klein Foto: Theresa Müller

Kurz vor Mitternacht ließ der FDP-Vorsitzende Christian Lindner die Bombe platzen. Nach vier Wochen Sondierungen wollte er nicht mehr. Sein Fraktionssprecher hatte die Mitteilung schon vorbereitet: „Die Freien Demokraten ziehen sich aus den Sondierungen zurück. Es hat sich gezeigt, dass die vier Gesprächspartner keine gemeinsame Vorstellung von der Modernisierung des Landes und vor allem keine gemeinsame Vertrauensbasis entwickeln konnten.“

Während es von den anderen Jamaika-Parteien Kritik an dem Schritt der FDP gab, stößt Lindner in der eigenen Partei auf Verständnis: „Wenn es nach so langer Zeit bei großen Themen wie Soli oder Migration keine Einigung gab, ist der Schritt nachvollziehbar und richtig“, sagte der Bezirkschef der Liberalen in Unterfranken, Karsten Klein. Jeder habe gewusst, dass Jamaika kein Wunsch-Bündnis gewesen sei. „Entsprechend war ein Scheitern nie auszuschließen“, so Klein, der auch stellvertretender Vorsitzender der Bayern-FDP ist. „Wenn es nicht zu Einigungen kommt, sollte man nicht so tun, als könnte man in den kommenden vier Jahren gemeinsam etwas bewegen.“ Das sei die ehrlichere Kommunikation mit dem Wähler.

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