Würzburg/München

Vorfreude auf den Mainfranken-„Tatort“

Franken-Tatort
Archivbild vom Franken-Tatort Making of im August 2015: Das Team mit Nils Strunk (Rolle: Doktorand Philipp) und Eli Wasserscheid (Rolle: Kommissarin Wanda Goldwasser), in der Mitte, vor der Festung Marienberg. Foto: Bayerischer Rundfunk

12,11 Millionen Fernsehzuschauer haben im April die Premiere des Franken-„Tatorts“ gesehen. Jetzt soll die Erfolgsgeschichte weitergehen. In München zeigte der Bayerische Rundfunk (BR) erste Szenen aus der zweiten Folge, gedreht unter anderem in Würzburg und Mainfranken. Die Ausstrahlung ist für das Frühjahr geplant, der genaue Termin steht noch nicht fest.

„Es war einfach ein Supersommer.“ So erinnert sich Eli Wasserscheid, die die Kommissarin Wanda Goldwasser spielt, an die Dreharbeiten im August. „Das tolle Wetter, die Atmosphäre im Team – und dann Würzburg mit dem Main, es hat einfach alles gepasst“, so die Schauspielerin. So oft es ging habe sie sich mit den Kollegen zum Schoppen auf der Alten Mainbrücke getroffen. „Es war großartig.“ Zumal sich die Kommissarin laut Drehbuch in Würzburg auch noch in einen Doktoranden der Medizin verliebt …

Beim Fernseh-Brunch im Münchner Literaturhaus präsentierte der BR erste Ausschnitte aus dem Film. Sie lassen einen spannenden Krimi erwarten, mit viel Melancholie und trockenem fränkischen Humor. „Das Recht sich zu sorgen“, so lautet der Titel der Folge. Regisseur Andreas Senn hat gleich drei Verbrechen miteinander verwoben. Im Mittelunkt steht die unerfüllte Sehnsucht vieler Menschen, ihrer Einsamkeit zu entfliehen.
 

 

In München gab's heute die ersten Bilder aus dem zweiten Franken-Tatort zu sehen. Bisschen düster, aber sehr spannend. Im Video verraten die Franken-Kommissare den Mörder. Fast.

Posted by Michael Czygan on Freitag, 15. Januar 2016


Begeistert von der Aufnahme in Würzburg zeigte sich im Gespräch mit der Redaktion auch Dagmar Manzel. Die Berlinerin spielt Hauptkommissarin Paula Ringelhahn, eine der beiden Chefermittler. „Würzburg ist eine wunderbare Stadt, eine junge lebendige Stadt, mit den vielen Straßencafés, dem Main und dem Festungsblick.“ Besonders angetan hat es Manzel der Dom „mit dem Zusammenspiel zwischen romanischer und barocker Architektur sowie der zeitgenössischen Kunst im Innenraum.“ Sie könne sich vorstellen, so Manzel, hier weitere Folgen zu drehen.

Die Gastfreundschaft in Franken und das große Interesse der Menschen am „Tatort“ hat neben Regisseur Senn auch Produzentin Uli Putz beeindruckt. „In Berlin oder München haben die Leute die Nase voll von Fernseh-und Filmaufnahmen, hier werden wir fast ausnahmslos mit offenen Armen empfangen.“ Zum Dank plant der BR wie schon zur Premiere in Nürnberg diesmal in Würzburg eine öffentliche (Kino-)Vorführung des Films.

Eine besondere Rolle im Franken-„Tatort“ spielt das altehrwürdige Institut für Anatomie der Universität Würzburg in der Koelikerstraße. Die Architektur des Gründerzeit-Baus und das Wissen um die Nutzung, nämlich fürs Sezieren menschlicher Körper, habe Wirkung gezeigt. „Die Stimmung war richtig andächtig, wir haben kaum gealbert“, schildert Eli Wasserscheid die Dreharbeiten.

Wasserscheid und Andreas Leopold Schadt, neben Kabarettist Matthias Egersdörfer die Franken im Ermittler-Team, genießen derweil die Popularität seit der Ausstrahlung des ersten Franken-„Tatorts“. „Kommt schon vor, dass sich die Leute umdrehen und nach dem Kommissar rufen“, sagt Schadt, der Kommissar Sebastian Fleischer verkörpert. „Manche wollen sogar Autogramme.“

„In Bamberg sind sie richtig stolz auf mich“, freut sich Eli Wasserscheid über das Echo in ihrer Heimatstadt. Aber auch anderswo in Deutschland kennt man die Franken-Ermittler. „Ey, Du bist echt super“, habe ihr ein Mann in einem Supermarkt in Brandenburg nachgerufen, berichtet Dagmar Manzel. „Da habe ich mich einfach gefreut.“

 

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