Asyl-Unterkunft: Ministerin greift in Würzburg ein

Wer ist verantwortlich für die schlechten Zustände in der Würzburger Asylbewerber-Unterkunft? Bayerns Sozialministerin Christine Haderthauer (CSU) hat den Schwarzen Peter der Regierung von Unterfranken zugeschoben. Die soll handeln.

Eine Ex-Kaserne aus den 30er-Jahren an der vierspurigen Bundesstraße: Hinter Stacheldraht sind derzeit rund 450 Flüchtlinge aus 35 Ländern einquartiert. Besser gesagt: zusammengepfercht. Sechs-Mann-Zimmer sind keine Seltenheit. 80 Leute teilen sich einen Duschraum. Für viele Familien muss ein Zimmer reichen. Spannungen und Konflikte sind programmiert. Das erleben Sozialarbeiter tagtäglich. Vor allem die Kinder tun ihnen leid: In solchem Milieu aufzuwachsen, mache krank und schaffe soziale Probleme. Wiederholt war die Gemeinschaftsunterkunft (GU) kritisiert worden, war Gegenstand unserer Berichterstattung.

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