Wallenfels

Wallenfelser Missbrauchsvorwürfe älter als gedacht

Kruzifix und Rosenkranz       -  Ein Kruzifix am Rosenkranz.
Foto: Arno Burgi/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild | Ein Kruzifix am Rosenkranz.

Die ersten Missbrauchsvorwürfe gegen einen langjährigen Pfarrer der oberfränkischen Gemeinde Wallenfels sind deutlich älter als zunächst gedacht. So sei nach Durchsicht von Archiv- und Personalunterlagen festgestellt worden, „dass bereits im Jahr 1963 Missbrauchsvorwürfe” gegen den katholischen Pfarrer aktenkundig waren, teilte das Erzbistum Bamberg am Freitag mit.

Am Mittwoch hatte das Erzbistum Betroffene gebeten, sich zu melden. Man habe ernstzunehmende Hinweise auf Fälle von sexuellem Missbrauch durch den Pfarrer im Zeitraum zwischen 1970 und 1995. Der Pfarrer sei 2005 verstorben, so dass keine strafrechtlichen Ermittlungen mehr möglich sind, schrieb das Erzbistum. Zunächst war man davon ausgegangen, dass es erste Missbrauchsvorwürfe in der Gemeinde im Landkreis Kronach erst nach seinem Tod im Jahr 2006 gab.

Erzbischof Ludwig Schick bat die Betroffenen laut Mitteilung um Vergebung und räumte ein Versagen der Bistumsleitung ein. Betroffene wurden erneut aufgerufen, sich zu melden. Bislang habe dies eine Person getan, sagte der Sprecher des Erzbistums. Kommende Woche wolle man sich ausführlicher äußern.

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dpa
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