Der Krieg von Wackersdorf - 30 Jahre danach

30 Jahre danach: 1986 spaltete der Bau einer atomaren Wiederaufbereitungsanlage das Land. Am 19. Mai eskalierten die Demonstrationen. Eine Kernkraftgegnerin und ein Polizist blicken zurück – auf brutale Szenen, bleibende Werte und späte Erkenntnisse.
Demonstration Wackersdorf       -  Hier die Demonstranten, dort die Polizisten – und dazwischen der Bauzaun. Am Pfingstmontag 1986 eskalierte die Situation in Wackersdorf. Bei blutigen Krawallen wurden knapp 400 Menschen verletzt, darunter 182 Polizisten, 27 von ihnen schwer.
Foto: ArchivIstvan Bajzat, dpa | Hier die Demonstranten, dort die Polizisten – und dazwischen der Bauzaun. Am Pfingstmontag 1986 eskalierte die Situation in Wackersdorf. Bei blutigen Krawallen wurden knapp 400 Menschen verletzt, darunter 182 Polizisten, 27 von ihnen schwer.

Der Lindauer Kripochef Kurt Kraus und die Allgäuer Journalistin Ingrid Grohe haben zuweilen beruflich miteinander zu tun. Bei einer Plauderei am Rande des Geschäftlichen stoßen sie auf eine Gemeinsamkeit: Vor genau 30 Jahren waren sie zur gleichen Zeit am gleichen Ort – am Pfingstmontag 1986, dem 19. Mai, in Wackersdorf in der Oberpfalz. Als „Pfingstschlacht“ ging dieses Wochenende in die Geschichte der geplanten und dann doch nicht gebauten Wiederaufarbeitungsanlage für abgebrannte Brennstäbe aus Kernreaktoren ein. Die damals 21-jährige Zeitungspraktikantin aus Hergatz im Westallgäu und ...

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