Kostenstreit um Asylbewerber

Bayern könnte durch die Unterbringung von Asylbewerbern in Mietwohnungen jährlich einen zweistelligen Millionenbetrag sparen, glaubt der Bayerische Flüchtlingsrat. Sozialministerin Christine Haderthauer (CSU) hält diese Rechnung für „Volksverdummung im ganz großen Stil.“
So sieht es in der Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber in Würzburg aus: Womöglich müssen hier künftig zumindest Familien mit Kindern nicht mehr untergebracht werden.
Foto: FOTO Theresa Müller | So sieht es in der Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber in Würzburg aus: Womöglich müssen hier künftig zumindest Familien mit Kindern nicht mehr untergebracht werden.

Ein Verzicht auf Gemeinschaftsunterkünfte für die derzeit gut 7500 Asylbewerber könnte den Freistaat nach einem Gutachten des Flüchtlingsrats um bis zu 13,6 Millionen Euro im Jahr entlasten. Weil das zuständige Ministerium eine detaillierte Kostenberechnung verweigere, basiere diese Hochrechnung zwar nur auf einer Schätzung, erklärte der Sprecher der privaten Menschenrechtsorganisation, Alexander Thal. Allerdings habe man sich um eine „sehr konservative und vorsichtig kalkulierte Analyse“ bemüht.

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