Neonazi-Morde: Bremste Beckstein die Ermittlung ?

Damals noch bei der Soko Bosporus: Wolfgang Geier. Die Waffe, die er in der Hand hält, ist identisch mit dem Exemplar, mit dem auch in der NSU-Mordserie Menschen griechischer und türkischer Abstammung erschossen wurden.
Foto: P. Roggenthin | Damals noch bei der Soko Bosporus: Wolfgang Geier. Die Waffe, die er in der Hand hält, ist identisch mit dem Exemplar, mit dem auch in der NSU-Mordserie Menschen griechischer und türkischer Abstammung erschossen wurden.

In manchen Momenten muss sich Wolfgang Geier wie im falschen Film fühlen: Im Verhör sitzt der Leitende Kriminaldirektor aus Würzburg auf der falschen Seite des Tisches – an dem Ende, das es für die armen Sünder reserviert ist. Die halbe Republik schaut zu, als der erste Zeuge im Berliner Untersuchungsausschuss zu den Neonazi-Morden sechseinhalb Stunden „gegrillt“ wird: Als früherer Chef der Soko „Bosporus“ (2005 bis 2008) soll er Auskunft geben, was in Bayern schief lief bei der Suche nach den rechtsextremistischen Tätern in einer der spektakulärsten Mordserien im Deutschland ...