München

Warum unterfränkische Waldstücke jetzt zu "Naturwäldern" werden

Hunderte Hektar im Steigerwald und bei Würzburg werden von der Staatsregierung nun geschützt. Den einen ist das nicht genug – andere wollen Geld. Oder einen Baumwipfelpfad.
Der Böhlgrund bei Knetzgau (Lkr. Hassberge) gehört zu den neu ausgewiesenen Naturwäldern in Unterfranken. Naturschützer fordern indes weiterhin einen Nationalpark im Steigerwald.
Der Böhlgrund bei Knetzgau (Lkr. Hassberge) gehört zu den neu ausgewiesenen Naturwäldern in Unterfranken. Naturschützer fordern indes weiterhin einen Nationalpark im Steigerwald. Foto: Thierfelder
Wenn Bayerns Forstministerin Michaela Kaniber (CSU) über die neuen bayerischen "Naturwälder" im Steigerwald und auf der Fränkischen Platte spricht, schwärmt sie und wird fast poetisch: "Wir lassen diese Gebiete zu wilden, märchenhaften Wäldern werden und damit auch zur Heimat für ganz seltene Pflanzen und Tiere. Sie sollen sich jetzt frei und ungestört entwickeln." Die politische Realität, die zu den neuen Schutzzonen geführt hat, klingt nüchterner: Nachdem 2018 die Nationalpark-Pläne des damaligen Ministerpräsidenten Horst Seehofer (CSU) nach massiven Widerständen auch im Steigerwald und im Spessart ...
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