Wien/Berlin

Imagewechsel: Conchita Wurst hat mich genervt

Wurst       -  Tom Neuwirth alias „Wurst” mit seinem neuen Album „Truth Over Magnitude”.
Tom Neuwirth alias „Wurst” mit seinem neuen Album „Truth Over Magnitude”. Foto: Britta Pedersen/zb/dpa

Der österreichische Popmusiker Tom Neuwirth (30) war von seiner eigenen Kunstfigur „Conchita” zuletzt genervt und fühlte sich durch sie eingeengt.

„Ich hab' ein bisschen Abstand von Conchita gebraucht. Das war wie eine Beziehung, die wir geführt haben”, sagte Neuwirth der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

Conchita sei mit der Zeit so etwas wie eine Präsidentengattin geworden, deren Bewegungsspielraum ihm zu begrenzt gewesen sei. „Ich kann sehr frisiert sein und sehr aufgeräumt und sehr höflich. Aber ich kann dann eben auch irrational sein, von meinem Ego zerfressen - und ein bisschen zu viel feiern.”

An diesem Freitag (25. Oktober) veröffentlicht Neuwirth alias „Wurst” das Album „Truth Over Magnitude” und setzt sich dabei auch musikalisch stark von Conchita ab. Statt Diven-Pop bietet Wurst Elektro-Sounds und tritt im Hoodie statt im Glitzerkleid auf.

„Ich wollte zu Beginn meiner Karriere immer Céline Dion sein. Das hab' ich irgendwie geschafft, für mich - abgehakt. Und dann hab' ich mich gefragt: Wieso mach' ich eigentlich nicht die Musik, die ich auch privat gerne höre?”, sagte Neuwirth über den radikalen Wechsel von der einen zur anderen Kunstfigur.

Komplett begraben hat Neuwirth die Drag Queen Conchita nicht. „Sie hat eine Pause gemacht. Aber sie kommt wieder.” Als Conchita Wurst hatte Neuwirth 2014 mit „Rise Like A Phoenix” den Eurovision Song Contest (ESC) gewonnen.

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