Wien

Kompliziert: Österreich und seine Schriftsteller

Zwei Literaturnobelpreise in 15 Jahren - das schien manchen in Österreich unvorstellbar. Die beiden Preisträger Elfriede Jelinek und Peter Handke eint ein schwieriges Verhältnis zu ihrem Heimatland. Und das hat in der Alpenrepublik Tradition.
Peter Handke
Literaturnobelpreisträger Peter Handke steht auf dem Grundstück seines Hauses in Chaville. Foto: Francois Mori/AP/dpa
Nestbeschmutzer, Vaterlandsverräter oder literarische Genies? Der Umgang Österreichs mit seinen wichtigsten und vielfach ausgezeichneten Schriftstellern ist seit jeher schwierig. Peter Handke, Elfriede Jelinek, Thomas Bernhard - es scheint fast Tradition zu sein, dass die im Ausland groß gefeierten Autoren in der Alpenrepublik lange Zeit und heftig angefeindet werden. Bei dem einst so bekämpften Bernhard wich erst nach seinem Tod die Entrüstung der Verehrung. Jelinek, die 2004 den Nobelpreis erhielt, war in ihrer Heimat lange umstritten und ist für viele auch heute noch geradezu eine ...
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