Maastricht

„Tribal Art” und der Kunstmarkt

Die Debatte um die Rückgabe afrikanischer Kunst hat nun auch die Kunstmesse Maastricht eingeholt. Die Händler sehen allerdings eher keinen Handlungsbedarf. Sie warnen davor, die „Büchse der Pandora zu öffnen”.
Kunstmesse TEFAF in Maastricht
Galerist Anthony Meyer auf dem Stand seiner Galerie auf der Kunstmesse TEFAF hinter Unterarmen aus Holz eines Indianerstammes aus British Columbia. Foto: Oliver Berg
Der Pariser Galerist Anthony Meyer versteht nicht, warum die Franzosen Kunst an afrikanische Völker zurückgeben sollten. „Die Kolonialzeit zu kriminalisieren, ist absurd”, sagt der selbstbewusste Mann mit dem auffälligen Schnurrbart. „Die meisten Werke wurden nach den Maßstäben der damaligen Zeit rechtmäßig erworben.” Kolonialismus, so lautet seine Überzeugung, hat es immer gegeben - und das wird auch so bleiben. „Ich würde die dominierende Stellung von McDonald's-Restaurants in der ganzen Welt auch als eine Form von Kolonialismus betrachten.”  ...
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