Füssen

TV-Inszenierung - Passion im Füssener Festspielhaus

Passion2:1       -  Valentina Schatzer als Maria Magdalena auf Probebühne im Festspielhaus Neuschwanstein für den Film Passion 2:1.
Foto: Susan Bolz/Passion 2:1/dpa | Valentina Schatzer als Maria Magdalena auf Probebühne im Festspielhaus Neuschwanstein für den Film Passion 2:1.

Gut eine Stunde Film statt opulentem Bühnenwerk: Wegen der coronabedingten Schließung des Festspielhauses Neuschwanstein feiert die Multimedia-Inszenierung „Passion 2:1” nicht wie geplant in dem Füssener Mehrspartenhaus Premiere.

Stattdessen ist sie am Karfreitag bei neun privaten Fernsehsendern und der Videoplattform YouTube zu sehen. Für das Osterwochenende stünden 34 Sendetermine fest, teilte das Festspielhaus mit.

Eigentlich hatte das unter anderem durch einen Füssener Verein spendenfinanzierte Stück mit einer Mischung aus Theater, Tanz, Akrobatik und Lasershow schon im vergangenen Jahr unter dem Titel „Passion 20:20„ im Allgäu Premiere feiern sollen. Die Einschränkungen während der Corona-Pandemie ließen das aber nicht zu. Die Uraufführung im Festspielhaus am Forggensee wurde deshalb auf das Jahr 2022 verschoben.

Das Drehbuch für die Fernsehversion ist an das 75 Minuten lange Bühnenstück angelehnt. Gefilmt wurde auf Initiative von Projektleiter Yngvar Aarseth acht Tage lang im Festspielhaus Neuschwanstein. „Wir wollen ermutigende Perspektiven”, sagt Aarseth. „Kultur trotz Corona. Ostern für alle, trotz Pandemie.” Regisseur Manfred Schweigkofler betonte: „Wir brauchen die guten Stories, gerade jetzt, in Zeiten wie diesen.”

Im Film erzählen fünf Protagonisten der Ostergeschichte, wie sie die Passion erleben - unter anderem TV-Schauspieler Michael Grimm („Die Rosenheim-Cops”) als Hohepriester und Valentina Schatzer („Blind ermittelt”) als Maria Magdalena. Auch Petrus, Judas und Pilatus kommen in „Passion 2:1” vor, Jesus aber nicht.

Dass die kostenlose TV-Version die Nachfrage zur geplanten Bühnenpremiere im kommenden Jahr bremsen könnte, fürchten die Verantwortlichen aber nicht. „Ganz im Gegenteil - der Film wird noch mehr Lust auf die Bühnenfassung machen”, sagte eine Sprecherin. „Das Bühnenstück bietet eine andere direkte Erfahrung: gemeinsam mit vielen Menschen im eindrucksvollen Festspielhaus.”

© dpa-infocom, dpa:210401-99-51428/2

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