Uraufführung von Jelinek-Stück: Tierisches Seuchen-Elend

„Lärm. Blindes Sehen. Blinde sehen!”       -  Darsteller mit Schweine-Masken: „Lärm. Blindes sehen. Blinde sehen!” von Elfriede Jelinek feiert in Hamburg Premiere.
Foto: Matthias Horn/Schauspielhaus Hamburg/dpa | Darsteller mit Schweine-Masken: „Lärm. Blindes sehen. Blinde sehen!” von Elfriede Jelinek feiert in Hamburg Premiere.

Die Welt befindet sich in einem Zustand des Dauergebrülls. Und so hören die Besucher der Uraufführung von Elfriede Jelineks „Lärm. Blindes Sehen. Blinde sehen!” im Deutschen Schauspielhaus in Hamburg erst einmal fast 20 Minuten Stimmengewirr im Dunkeln. Ein assoziativer Wortstrom ergießt sich von allen Seiten in den Saal. „Diese Krankheit ist eine Lüge. Wir wissen, wer sie verbreitet. Wir kennen diejenigen, die dahinterstecken. Das haben wir gelesen”, nimmt der Text etwa den fragwürdigen Wahrheitsanspruch der Verschwörungstheoretiker aufs Korn. Hinzu kommen Zitate von Politikern und ...

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