München

Uschi Glas und ihr Verhältnis zu Filmpreisen

Uschi Glas       -  Uschi Glas bei der Premiere von „Max und die wilde 7” in München.
Uschi Glas bei der Premiere von „Max und die wilde 7” in München. Foto: Felix Hörhager/dpa

Auch wenn sich die Schauspielerin Uschi Glas über ihre vielen Schauspielpreise freut - in ihren Privaträumen haben die Trophäen nichts zu suchen.

„Ins Wohnzimmer würde ich mir die nicht stellen. Das ist doch der Beruf. Ein Arzt legt sein Skalpell doch auch nicht neben das Bett”, sagte die 76-Jährige der „Süddeutschen Zeitung”. Stattdessen stehen die Auszeichnungen in ihrem Büro.

Glas wurde Ende der 1960er Jahre bekannt mit Streifen wie „Zur Sache, Schätzchen” oder „Immer Ärger mit den Paukern”. Später folgten Auftritte etwa in der ZDF-Serie „Zwei Münchner in Hamburg” oder in der Filmtrilogie „Fack ju Göhte”.

Angeben will die Münchnerin mit ihren Erfolgen nicht. „Man ist in diesem Beruf unglaublichen Verführungen ausgesetzt, weil man - warum auch immer - sehr verehrt wird. Da muss man den Ball flach halten”, findet Glas. „Es ist ein toller Beruf, sich deswegen aber erhaben oder als etwas Besonderes fühlen, finde ich inakzeptabel.”

Aktuell ist Glas als Schauspielerin in Rente im Kinderfilm „Max und die wilde 7” zu sehen, der am Donnerstag im Kino anläuft. Sie selbst denkt noch nicht ans Aufhören. „Natürlich kann ich heute keine 30-Jährige mehr verkörpern, dafür spiele ich jetzt eben die Vera im Altersheim oder eine Oma. Man muss halt immer wieder schauen, ob man ins nächste Fach reinkommt und ob die Leute das mögen.”

© dpa-infocom, dpa:200805-99-49693/3

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