Voralpines Ehedrama à la Bergman: Cherubinis „Médée”

„Médée”       -  Elena Stikhina als „Médée” in Salzburg.
Foto: Barbara Gindl/APA | Elena Stikhina als „Médée” in Salzburg.

Der Mythos von der Kindsmörderin „Medea” als Roadmovie im Salzburger Land: So könnte man die Neuinszenierung von Luigi Cherubinis selten gespielter Oper bei den diesjährigen Salzburger Festspielen auf den Punkt bringen. Was der australisch-schweizerische Regisseur Simon Stone am Dienstagabend auf die Bühne des Großen Festspielhauses brachte, war eine recht prosaische Angelegenheit mit erweitertem Suizid im brennenden Auto an einer Tankstelle im voralpinen Nirgendwo. Kurzweilig war er durchaus, dieser umjubelte Opernabend. Doch der Mythos blieb im wahrsten Sinne des Wortes auf der Strecke. Dabei ...

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