New York

Woody Allens Autobiografie soll bald erscheinen

Woody Allen       -  Woody Allen bei den 69. Filmfestspielen in Cannes 2016.
Foto: Guillaume Horcajuelo/EPA/dpa | Woody Allen bei den 69. Filmfestspielen in Cannes 2016.

Trotz der Vorwürfe sexuellen Missbrauchs gegen Woody Allen (84) soll die Autobiografie des Regisseurs noch in diesem Jahr erscheinen.

Das Buch mit dem Titel „Apropos of Nothing” (etwa: In Bezug auf Nichts) solle am 7. April herauskommen, teilte der Verlag Grand Central Publishing mit. Die Autobiografie werde neben den USA auch unter anderem in Deutschland, Kanada, Italien, Frankreich und Spanien erscheinen.

„Das Buch ist eine umfassende Beschreibung seines Lebens, sowohl persönlich als auch beruflich, und beschreibt seine Arbeit an Filmen, Theater, Fernsehen, Nachtclubs und Printmedien”, hieß es in einer Mitteilung. „Allen schreibt auch über die Beziehungen zu Familie, Freunden und seinen Liebsten.”

Gegen Allen liegen seit Jahrzehnten Missbrauchsvorwürfe vor. Seine Adoptivtochter Dylan Farrow wirft ihm vor, sie als Kind missbraucht zu haben. Allen hat die Vorwürfe stets zurückgewiesen. Viele Stars haben öffentlich angekündigt, nicht mehr mit Allen zusammenarbeiten zu wollen. Die Veröffentlichung der Autobiografie sei „zutiefst erschütternd”, kommentierte Farrow per Mitteilung.

Aus Protest gegen die Veröffentlichung der Autobiografie seines Vaters hat der Journalist Ronan Farrow (32) die Zusammenarbeit mit seinem Verlag aufgekündigt. Er sei sehr enttäuscht gewesen, dass Hachette Allens Manuskript hinter seinem Rücken angenommen habe, während er selbst mit dem Verlagshaus an einem Buch arbeitete, teilte Farrow bei Twitter mit.

Er könne nicht mehr „guten Gewissens” mit Hachette zusammenarbeiten. In Farrows Buch „Catch and Kill” (etwa: abfangen und vernichten) gehe es gerade um mächtige Männer, die sich ihrer Verantwortung für sexuellen Missbrauch entzögen, schrieb er weiter.

Die Veröffentlichung der Autobiografie nannte Ronan Farrow einen „Vertrauensbruch” von Seiten des Verlags, dem er „mangelndes Mitgefühl für die Opfer sexuellen Missbrauchs” vorwarf. Die Berichterstattung des Journalisten über den Hollywood-Produzenten Harvey Weinstein (67) hatte 2017 maßgeblich zum Start der MeToo-Bewegung beigetragen.

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