Saarbrücken

„Moneyboys” holt Max Ophüls Preis für besten Spielfilm

Filmfestival Max Ophüls Preis       -  Ein Trophäe des Filmfestivals Max Ophüls Preis steht neben einem Banner mit dem Logo des Festivals.
Foto: Oliver Dietze/dpa | Ein Trophäe des Filmfestivals Max Ophüls Preis steht neben einem Banner mit dem Logo des Festivals.

Der Film „Moneyboys” (A/FRA/BEL/TWN 2021) von C.B. Yi (Regie/Buch) und „Soul of a Beast” (CH 2021) von Lorenz Merz (Regie/Buch) sind die Abräumer beim diesjährigen Filmfestival Max Ophüls Preis in Saarbrücken.

Bei der Preisverleihung, die am Mittwochabend als Online-Event über Youtube gesendet wurde, erhielten sie jeweils drei Preise. Die Gewinner wurden live über Zoom zugeschaltet.

Für den deutschsprachigen Filmnachwuchs gab es insgesamt 18 Preise im Wert von 118 500 Euro in den vier Wettbewerben Spielfilm, Dokumentarfilm, mittellanger Film und Kurzfilm.

„Moneyboys” ist bester Spielfilm

„Moneyboys” gewann den mit 36.000 Euro dotierten Max Ophüls Preis für den besten Spielfilm. Zusätzlich erhielt er den Preis für das beste Drehbuch und den Preis der ökumenischen Jury. Der Film handelt von dem Chinesen Fei (Kai Ko), der als so genannter Moneyboy (Stricher) arbeitet. Seine Familie akzeptiert zwar sein Geld, nicht aber seine Homosexualität.

„Ein existenzieller, queerer und zugleich universaler Film über Liebe, der politische Bedeutung nicht verfolgt, aber sie erzeugt”, lobte die Jury. C.B. Yi erzähle seine Geschichte „mit einer tiefen Herzlichkeit”. Dabei definiere er trotz der harten Umstände seine Figuren nicht über Mitleid. „Stattdessen gibt C.B. Yi den Charakteren und dem gesamten Film eine außergewöhnliche Würde.”

Sonstige Auszeichnungen

„Soul of a Beast” erhielt Auszeichnungen für die beste Regie, den Preis der Filmkritik als bester Spielfilm und für Pablo Caprez als bestem Schauspielnachwuchs. Der Film erzählt von drei Freunden, die nachts in den städtischen Zoo einbrechen. Am nächsten Morgen ist die Welt nicht mehr dieselbe - nicht nur, weil einige Tiere ausgebrochen sind. „Ein wuchtiger und teilweise beklemmender Film - mit starken Bildern, charismatischen Schauspielern und einem dynamisch-stimmigen Musik- und Sounddesign”, urteilten die Filmkritiker. „Ein Feuerwerk aus Bildern, Musik, Geräuschen, Sinnlichkeit und Magie. Unberechenbar, unvorhersehbar”, hieß es aus der Jury für die beste Regie.

Jeweils zwei Preise gingen an „Anima - Die Kleider meines Vaters” (D 2022) von Uli Decker (bester Dokumentarfilm und Publikumspreis Dokumentarfilm) und an „Unter der Welle” (D 2022) von Veronika Hafner (bester Mittellanger Film und Publikumspreis mittellanger Film).

Das 43. Filmfestival Max Ophüls Preis hatte wegen der Corona-Pandemie an zehn Tagen dezentral in neun saarländischen Kinos und in hybrider Form mit Streaming-Angeboten stattgefunden. Es gilt als das wichtigste Festival für den jungen deutschsprachigen Film und steht für die Entdeckung junger Talente aus Österreich, Deutschland und der Schweiz. Die Werke der jungen Filmemacher hatten sich mit vielen gesellschaftlich relevanten und aktuellen Themen beschäftigt: angefangen von Corona über Klimakrise bis zu sexuellem Missbrauch und Machtmissbrauch. Auffällig war für die Festivalleitung in diesem Jahr ein großer Anteil von Hybridfilmen, also einer Mischform zwischen Spielfilm und Dokumentarfilm.

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