Berlin

AV-Receiver überzeugen im Test

Vielseitiger geht es kaum       -  In AV-Receivern steckt jede Menge Klangtechnik.
Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn | In AV-Receivern steckt jede Menge Klangtechnik.

Herzstück eines jeden Heimkinos ist der Audio-Video-Receiver, kurz AV-Receiver. Wer sich so ein Gerät zulegen möchte, sollte drei Ausstattungsmerkmalen besondere Beachtung schenken: der Netzwerkfähigkeit, der Anzahl der Verstärker, die auch die Zahl der anschließbaren Lautsprecher bestimmt, und dem Radioempfang, rät die Stiftung Warentest in einem Vergleich von einem Dutzend AV-Receivern („test”-Ausgabe 10/20).

Geräte mit WLAN oder LAN-Kabel-Anschluss haben mehrere große Vorteile: Sie können auf Internetradiosender oder Musikstreamingdienste zugreifen. Selbst die Musiksammlung auf der Netzwerkfestplatte kann darüber abgespielt werden. Denn AV-Receiver sind ja gleichzeitig auch immer noch Stereo-Verstärker.

Das Streamen klappte im Test nicht nur mit der Fernbedienung, sondern auch problemlos per Smartphone-App. Ein weiterer WLAN-Vorteil: Darüber lassen sich rückwärtige Lautsprecher teils kabellos verbinden, wenn diese auch WLAN-fähig sind.

Dürfen es zwei Boxen mehr sein?

Käufer in spe sollten auch vorher wissen, wie viele Boxen sie anschließen möchten. Für Raumklang muss der Receiver mindestens fünf Lautsprecher und einen Subwoofer (5.1) speisen können.

Meist lässt sich sogar noch ein zusätzlicher Subwoofer anschließen (5.2). Und es gibt auch viele Receiver für sieben Lautsprecher und zwei Subwoofer (7.2), bei denen die zwei zusätzlichen Lautsprecher für ein noch feineres Rundum-Klangerlebnis sorgen.

Für alle, die sich beim Radioempfang nicht allein auf Internetstationen verlassen wollen: Receiver bieten traditionell analogen UKW-Empfang. Das digitale Radio DAB+ unterstützten im Test allerdings nur drei Geräte.

Bei Bedarf auf Phono-Eingang achten

Hier muss man im Zweifel die Ausstattungsliste genau unter die Lupe nehmen. Gleiches gilt für alle, die einen Plattenspieler an den AV-Receiver anschließen möchte. Einen Phono-Eingang hat nur gut die Hälfte der getesteten Geräte.

Viel falsch machen können Käufer ansonsten aber nicht: Elf der zwölf Testgeräte erzielten die Note „gut”. Und klanglich erreichten fast alle AV-Receiver „sehr gut” - meist sowohl beim Raumklang als auch beim Stereo-Betrieb mit zwei Lautsprechern.

Die besten Gesamtnoten (jeweils 1,8) erhielten die 5.2-Geräte Denon AVR-S650H (ab 315 Euro) und Marantz NR1510 (ab 475 Euro), dicht gefolgt vom DAB+-fähigen 7.2-Gerät Denon AVR-X1600H DAB (ab 420 Euro) und dem 5.2-Gerät Yamaha RX-485 (ab 370 Euro). Beide erhielten die Gesamtnote 1,9. Alle vier genannten Geräte sind netzwerkfähig.

© dpa-infocom, dpa:200922-99-666569/2

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