Berlin

Mit dem perfekten Außenteam durch Raum und Zeit

„Star Trek: Legends”       -  Die Spielfiguren können an Erfahrung gewinnen oder mit Ausrüstungsgegenständen und neuen Fertigkeiten bestückt werden.
Foto: Tilting Point/dpa-tmn | Die Spielfiguren können an Erfahrung gewinnen oder mit Ausrüstungsgegenständen und neuen Fertigkeiten bestückt werden.

Unendliche Weiten und fast alle Captains, die Borg-Königin, Romulaner und sogar der Gorn sind dabei? „Star Trek: Legends” würfelt Schiffe, Zeitlinien und Serien von Gene Roddenberrys Sci-Fi-Welt durcheinander und schickt Helden wie Schurken in gemeinsame Abenteuer.

Damit das auch zeitlich Sinn ergibt - zwischen den einzelnen Serien liegen etliche Jahre - muss der Nexus her. Das mystische Energieband aus dem siebten „Star Trek”-Kinofilm von 1994 sprengt die Grenzen von Raum, Zeit und Realität und bringt die Serienhelden zusammen.

Spielerinnen und Spieler stehen nun vor einer ziemlichen Herausforderung: Einerseits müssen sie mit ihrer wachsenden Crew immer schwierigere Missionen in der Welt des Nexus bestehen. Dort wird erkundet, gekämpft und gesammelt. Je nach Zusammensetzung stehen dann mal Captain Janeway, der Gorn, die Borgkönigin und Michael Burnham Seite an Seite. Für manchen Trek-Puristen eine arge Herausforderung.

Andererseits werden Schiff und Crew aufgerüstet und trainiert. Dazu dienen die auf den Missionen gesammelten Rohstoffe. Nicht genutzte Crewmitglieder sammeln auf Shuttlemissionen Erfahrung und bringen reichlich Latinum, Protomaterie oder biomimetisches Gel nach Hause. Damit rüsten sich die Sternenflottenhelden auf.

Die Mischung aus Runden-Kämpfen, Erkundung und durch Dialoge und Standbilder erzählter Geschichte ist kurzweilig. „Legends” ist eine der besseren Umsetzungen von „Star Trek” als Videospiel.

Nur die schwache Übersetzung stört. Android Data etwa heißt in der deutschen Version lieblos „Daten”, in den Missionen stimmen Texte und Spielgeschehen nicht immer überein. Mit dem echten Universalübersetzer aus der Serie wäre das nicht passiert. Fans mit entsprechenden Sprachkenntnissen stellen die Sprache lieber auf Englisch um. Wer unterwegs spielt, nimmt außerdem besser eine Powerbank mit. Das Spiel brennt sich durch den Akku wie Captain Kirks Phaser durch weiches Gestein.

Positiv: Auch wenn einige Spielmodi wie Events oder Shuttlemissionen ein wenig an Freemium-Mechaniken anderer Spiele erinnern, „Star Trek: Legends” kommt ohne versteckte Kosten aus. Auch der über das Game Center abgewickelte Onlinemodus ist vergleichsweise datensparsam angelegt.

„Star Trek: Legends” gibt es aktuell nur in Apples Spiele-Dienst Apple Arcade für iPhone, iPad, Mac, Apple TV und den iPod touch. Der monatliche Abo-Preis liegt bei 4,99 Euro.

© dpa-infocom, dpa:210412-99-171685/6

„Star Trek: Legends”       -  Ein nachdenklicher Captain Picard unter Feuer: In „Star Trek: Legends” schickt man Außenteams auf teils gefährliches Missionen.
Foto: Tilting Point/dpa-tmn | Ein nachdenklicher Captain Picard unter Feuer: In „Star Trek: Legends” schickt man Außenteams auf teils gefährliches Missionen.
„Star Trek: Legends”       -  Viele bekannte und beliebte Gesichter aus allen möglichen „Star Trek”-Serien tauchen in „Star Trek: Legends” auf.
Foto: Tilting Point/dpa-tmn | Viele bekannte und beliebte Gesichter aus allen möglichen „Star Trek”-Serien tauchen in „Star Trek: Legends” auf.
„Star Trek: Legends”       -  Michael Burnham, ein Borg, Worf und Scotty auf dem Transporter-Pad. Bei der Mischung kann ja nichts mehr schief gehen.
Foto: Tilting Point/dpa-tmn | Michael Burnham, ein Borg, Worf und Scotty auf dem Transporter-Pad. Bei der Mischung kann ja nichts mehr schief gehen.
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