WÜRZBURG

Digital-Trend Dubsmash: Auf Urheberrechte achten!

Dubsmash (Symbolbild) Foto: Horst Breunig
dubsmash
Dubsmash: Geräusch auswählen und ... Foto: rai
... Dubsmash aufnehmen. Foto: rai
Röcheln wie Darth Vader, singen wie Tom Jones oder schreien wie Tarzan? Mit der neuen App „Dubsmash“ kann jeder sein eigenes Video synchronisieren. Doch Vorsicht! Wer die Videos veröffentlicht, läuft Gefahr,  gegen Urheberrechte zu verstoßen.

Eine neue Erfolgswelle schwappt durch die digitalen Kanäle. Das Rezept? Berühmte Zitate aus Film, Funk und Fernsehen unterlegen private Videos der Nutzer einer App für Smartphones. Die Technik dahinter hat ein Berliner Start-up-Unternehmen entwickelt.

Die Funktionsweise ist simpel: Aus einer Liste verschiedener Zitate wählt man eines aus, dann greift die App auf die Kamera des Smartphones zu und man bewegt die Lippen synchron zu dem Ton-Ausschnitt. Fertig ist das Video, bei dem etwa die Stimme Humphrey Bogarts seine berühmten Worte „Schau mir in die Augen, Kleines!“ spricht, während aber jemand ganz anderes zu sehen ist.

Auf dem Videoportal Youtube sind bereits etliche Beispiele unter dem Stichwort „Dubsmash“ abrufbar. Manche User präsentieren minutenlange Zusammenschnitte ihrer Dubsmash-Zitatesammlung.

Dubsmash wurde in Berlin entwickelt

Entwickelt haben die App Jonas Drüppel, Roland Grenke und Daniel Taschik aus Berlin. Ursprünglich wollten die drei jungen Männer mit ihrem Start-Up Mobile Motion eigene Videoprojekte realisieren. Durch Zufall kamen sie dann auf die Idee, eine Sprüche-App zu entwickeln, bei der der User sich selbst filmt, während er ein Original-Zitat unterlegt. Die App stellt dabei allerdings lediglich die Funktionalität zur Verfügung. Die Zitate laden die Nutzer selbst hoch.

Obwohl die App erst vergleichsweise kurz in den verschiedenen Stores zu haben ist, geht die Download-Rate bereits in die Millionen. Doch ist für die Nutzer Vorsicht geboten. Wer Ausschnitte aus Filmen, TV-Serien, Songs oder Hörspielen verwendet, kann gegen das Urheberrecht verstoßen, sofern das Video einem breiten Publikum zugänglich gemacht wird.

Urheberrechte: Privat teilen ja, öffentlich besser nicht

Unproblematisch ist das Teilen der Dubsmash-Videos mit Freunden auf Whats-App oder anderen Messenger-Diensten. Nutzer haben ein Recht auf eine private Kopie, die im privaten Rahmen auch gezeigt werden darf, ohne dass Urheberrechte geltend gemacht werden können.

Problematisch wird es auf Youtube oder auf Facebook, wenn die Schnipsel öffentlich geteilt werden oder der Freundeskreis auf den sozialen Netzwerken so groß ist, dass nicht mehr von einer privaten Kopie des Zitats gesprochen werden kann.

Die App bietet allerdings auch viele Sounds an, die nicht urheberrechtlich geschützt sind, wie etwa Tiergeräusche. In einem Gespräch mit der „Neues Osnabrücker Zeitung“ berichten die Macher bereits von einer Weiterentwicklung der App. So soll es etwa die Möglichkeit geben, Bilder, Fotos oder Grafiken in die Videos einzubetten. Denkbar sei, diesen Bereich als kostenpflichtige Premiumvariante anzubieten. Die Grundfunktionen der App sollen allerdings kostenlos bleiben.

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