Wetzlar

Nabu rät zu umweltfreundlicheren Alternativen zu Streusalz

Streusalz im Winter       -  Streusalz ist das effektivste Mittel gegen Glätte auf Wegen und Straßen. Doch laut dem Nabu kann es Bäume schädigen und Gewässer belasten.
Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa-tmn | Streusalz ist das effektivste Mittel gegen Glätte auf Wegen und Straßen. Doch laut dem Nabu kann es Bäume schädigen und Gewässer belasten.

Angesichts von Schnee und überfrierender Nässe müssen viele Menschen in Hessen derzeit die Gehwege vor ihrer Haustür gegen Glätte sichern. Der hessische Naturschutzbund (Nabu) riet am Dienstag, dabei auf umweltfreundliche Alternativen zum Streusalz zurückzugreifen.

„Streusalz schädigt Bäume, trägt zur Versalzung von Gewässern bei und greift die Pfoten von Wild- und Haustieren an”, erklärte Gerhard Eppler, Landesvorsitzender des Nabu Hessen. Weil das Salz den Nährstoffhaushalt von Straßenbäumen durcheinanderbringe und zu Trockenschäden führe, würden die so geschwächten Bäume anfälliger gegen Schädlinge und Krankheiten.

„Zusätzlich zum Trockenstress durch die Sommerhitze sollten unsere Stadtbäume nicht auch noch durch ungeeignete Streumittel belastet werden”, mahnte der Landesvorsitzende. Umweltfreundlichere Alternativen zum Salz seien etwa Sand, Kies, Split und Granulat. Auch wer diese anwende, erfülle den Winterdienst ordnungsgemäß. „Eine Verpflichtung zur Anwendung von Streusalz gibt es nicht”, so Eppler.

© dpa-infocom, dpa:210113-99-05404/3

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