Düsseldorf

Abmahnung muss nicht in Personalakte bleiben

Verschiedene Akten
Aus Datenschutzgründen kann es berechtigt sein, eine Abmahnung aus der Personalakte entfernen zu lassen. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn

Nach einer Kündigung müssen Arbeitgeber eine Abmahnung aus der Personalakte unter Umständen entfernen, wenn ein Arbeitnehmer das wünscht. Das zeigt ein Urteil des Landesarbeitsgerichts Sachsen-Anhalt, auf das der Rechtsschutz des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) hinweist.

In dem Fall ging es um einen Mann, der als Marktleiter beschäftigt war. Im Rahmen einer Kündigungsschutzklage verlangte er unter anderem, dass eine Abmahnung aus seiner Personalakte entfernt werden sollte. Das Gericht entschied für den Kläger.

Der Datenschutz-Grundverordnung (Artikel 17) zufolge ist der Arbeitgeber verpflichtet, personenbezogene Daten unverzüglich zu löschen, wenn diese für die Zwecke, für die sie erhoben wurden, nicht mehr notwendig sind. Die Richter sahen in dem Fall kein Interesse des Arbeitgebers gegeben, die Abmahnung in der Akte zu behalten. Eine Abmahnung erfüllt üblicherweise eine Warnfunktion - und somit nach dem Ende eines Arbeitsverhältnisses nicht mehr relevant.

Schlagworte

  • dpa
  • Arbeitgeber
  • Arbeitnehmer
  • Beschäftigungsverhältnisse
  • Kläger
  • Kündigungsschutzklagen
  • Persönliche Daten
  • Rechtschutz
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
0 0
Kommentar schreiben

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte vorher an.

Anmelden

Sie sind noch kein Mitglied auf mainpost.de? Dann jetzt gleich hier registrieren.