Berlin

Gesetzliche Änderungen bei Aus- und Weiterbildung

Auszubildende       -  Ab August sollen Arbeitnehmer, die sich etwa vom Gesellen zum Service-Techniker weiterbilden wollen, finanziell besser gefördert werden.
Ab August sollen Arbeitnehmer, die sich etwa vom Gesellen zum Service-Techniker weiterbilden wollen, finanziell besser gefördert werden. Foto: Christophe Gateau/dpa-Zentralbild/dpa

Die einen wollen nach der Schule einen Beruf erlernen,

die anderen wollen in ihrem erlernten Beruf vorankommen. Beide

Gruppen sind von den gesetzlichen Änderungen betroffen, die zum 1.

August in Kraft treten:

Aufstiegs-Bafög: Weiterbildungen - etwa zum Fachwirt oder zur

Erzieherin - werden ab August vom Staat finanziell stärker gefördert.

So ist das Aufstiegs-Bafög - das frühere Meister-Bafög - künftig

nicht mehr auf eine Fortbildung beschränkt, sondern kann für bis zu

drei Weiterbildungsmaßnahmen in Anspruch genommen werden: zum

Beispiel vom Gesellen zum Servicetechniker, vom Servicetechniker zum

Meister und vom Meister zum Betriebswirt. Bei einer

Vollzeit-Weiterbildung gibt es vom Staat zudem in Zukunft mehr Geld

zur Sicherung des Lebensunterhalts.

Ausbildung: Pünktlich zum Beginn des neuen Lehrjahres treten neue

Ausbildungsverordnungen für acht modernisierte Ausbildungsberufe in

Kraft. Neben verschiedenen IT-Berufen sind unter anderem auch

angehende Bankkaufleute betroffenen, deren Ausbildung der zunehmenden

Digitalisierung angepasst wird. Die bisher eigenständigen

Ausbildungen zum Film- und zum Videoeditor werden zum Lehrberuf

Mediengestalter Bild und Ton zusammengeführt.

Gesundheit: Um flexibel auf die Corona-Krise reagieren zu können,

durften Krankenhäuser in den vergangenen Monaten auf bestimmten

Stationen von der vorgeschriebenen Mindestbesetzung mit Pflegekräften

abweichen. Für Intensivmedizin und Geriatrie (Altersheilkunde) läuft

diese Sonderregelung aus - dort gelten ab 1. August wieder die

üblichen Personaluntergrenzen. In den Bereichen Kardiologie,

Unfallchirurgie, Herzchirurgie und Neurologie dürfen die Untergrenzen

jedoch weiterhin unterschritten werden, wenn es sich wegen stark

steigender Patientenzahlen nicht vermeiden lässt.

Wohngeld: Auf den Inseln in Nord- und Ostsee erhalten Geringverdiener

künftig mehr Wohngeld. Weil die Mieten dort nämlich in der Regel

deutlich höher sind als auf dem Festland, gibt es in der

Wohngeldverordnung, die über die Höhe der Zuschüsse entscheidet,

künftig eine neue Mietstufe für „Inseln ohne Festlandanschluss”.

© dpa-infocom, dpa:200731-99-994642/4

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