Erfurt

Arbeitgeber darf Mitarbeiter nicht bespitzeln

Mehrere Tage lang sollen Privatdetektive dem Mann von morgens bis abends auf den Fersen gewesen sein. Bei ihm handelt es sich nicht um einen Verbrecher, sondern um einen Mitarbeiter eines Logistikers. Für die Bespitzelung zahlt der Arbeitgeber jetzt noch einmal.
Landesarbeitsgericht Erfurt
Wird ein Mitarbeiter durch einen Privatdetektiv observiert, verletzt dies sein Persönlichkeitsrecht. Das entschied das Landesarbeitsgericht Erfurt. Foto: Martin Schutt
Eine dauerhafte und intensive Beschattung von Mitarbeitern durch Privatdetektive stellt einen schwerwiegenden Eingriff in deren Persönlichkeitsrecht dar. Das hat ein Richter beim Landesarbeitsgericht in Erfurt betont. In dem dort verhandelten Prozess (Az.: 6 Sa 199/18) ging es um die Beschattung eines Logistikmitarbeiters im Auftrag seiner Vorgesetzten. Der Mann hatte in seiner Bespitzelung durch Privatdetektive einen unzulässigen Eingriff in seine Privatsphäre gesehen und verlangte vom Arbeitgeber eine Entschädigung. In einem früheren Urteil waren ihm deshalb 1500 Euro zugesprochen worden. Dagegen wehrte ...
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