Erfurt

Überwachungskamera-Video kann Jobverlust rechtfertigen

Kameras an der Decke, Spähsoftware auf dem Dienstcomputer oder Ortung per GPS: Die Überwachungsmöglichkeiten am Arbeitsplatz sind vielfältig. Doch haben die Daten auch vor Gericht Bestand, wenn es um Kündigungsverfahren geht?
Bundesarbeitsgericht in Erfurt
Das Bundesarbeitsgericht (BAG) in Erfurt entschied, dass Videoaufzeichnungen von offen angebrachten Kameras nicht täglich kontrolliert werden müssen, um als Videobeweis zu dienen. Foto: Martin Schutt
Kaum ein Handgriff blieb unbeobachtet: In einem Zigaretten- und Zeitschriftengeschäft in Nordrhein-Westfalen sollte eine offen aufgehängte Überwachungskamera Waren und Mitarbeiter vor Dieben schützen. Letztlich dienten die Kamerabilder dem Arbeitgeber für eine fristlose Kündigung der Verkäuferin. Die gespeicherten Videoaufzeichnungen, die erst nach Monaten ausgewertet wurden, belegen seiner Meinung nach, dass die Frau in die Kasse griff. Doch können die alten Bilder der Überwachungskamera überhaupt als Beweis dienen? Ja, sagten die höchsten deutschen Arbeitsrichter in Erfurt in einem Grundsatzurteil. Was für ...
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