Bonn

Vorsorge ist bei Rheuma besonders wichtig

Arztgespräch
Menschen mit rheumatischer Arthritis sollten nicht nur wegen ihrer Krankheit zum Arzt gehen - sondern auch zum Schutz vor weiteren Problemen. Foto: Christin Klose/dpa-tmn

Ab 35 alle drei Jahre einmal alles, dazu Krebs-Screenings, der Gynäkologe, und der Zahnarzt sowieso. Um Krankheiten und gesundheitliche Probleme möglichst früh zu entdecken, zahlen die Kassen für verschiedene Vorsorge-Untersuchungen.

Die Teilnahme lohnt sich für alle. Menschen mit rheumatischen Erkrankungen sollten das Thema aber besonders ernst nehmen, rät die Deutsche Rheuma-Liga in ihrer Zeitschrift „Mobil” (Ausgabe 1/2020).

Erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Denn mit einer Rheuma-Erkrankungen gehen oft andere Krankheiten einher: Bei rheumatischer Arthritis zum Beispiel ist das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen um den Faktor 1,5 höher.

Auch bei Morbus Bechterew gibt es Hinweise auf einen solchen Zusammenhang. Betroffene sollten daher den Termin zum Check-up 35 nie versäumen. Die Kosten für diese allgemeine Vorsorgeuntersuchung beim Hausarzt übernehmen die Kassen ab 35 alle drei Jahre.

Nicht verunsichern lassen

Der klassische Zahnarztbesuch zwei Mal pro Jahr ist mit Rheuma ebenfalls besonders wichtig, im Idealfall kombiniert mit der alle zwei Jahre übernommenen Parodontitis-Vorsorge. Denn auch hier ist das Krankheitsrisiko für Betroffene höher, die Behandlung zudem kniffliger.

Und selbst Krebsrisiko ist für Menschen mit Rheuma größer. Allerdings sollte man sich hier nicht verunsichern lassen, raten die Experten. Denn groß ist der Unterschied nicht. Es reiche daher, die empfohlenen und von der Kasse übernommenen Screenings zu machen. 

Gerade Privatpatienten würden oft zahlreiche zusätzliche Untersuchungen angeboten - mit zweifelhaftem Nutzen. Wer über zusätzliche Krebsvorsorge nachdenkt, sollte sich daher vorher gründlich über Vor- und Nachteile informieren.

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