Genf

WHO: Neue Antibiotika helfen zu wenig

Antibiotika-Forschung
Große Pharma-Konzerne ziehen sich aus der Entwicklung neuer Antibiotika zurück. Die WHO beobachtet diese Tendenz mit Sorge. Foto: Daniel Karmann/dpa

Die Entwicklung neuer wirksamer Antibiotika verläuft

nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bedrohlich

langsam. Zurückgehende Investitionen und Mangel an echten

Innovationen würden die Bemühungen zur Bekämpfung multiresistenter

Infektionen untergraben, teilte die WHO unter Berufung auf zwei neue

Berichte mit.

Demnach würden derzeit 60 antibiotische Mittel - 50 Antibiotika und

10 Biopharmazeutika - an Menschen erprobt. Diese würden gegenüber

bestehenden Behandlungen aber wenig zusätzlichen Nutzen bringen.

Zudem zielten nur wenige auf die wichtigsten resistenten Bakterien

ab. „Nie zuvor war die Bedrohung durch Antibiotikaresistenzen

unmittelbarer und die Notwendigkeit von Lösungen dringender”, sagte

WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus.

Es sei auch festzustellen, dass die Forschung und Entwicklung für

Antibiotika in erster Linie von kleinen oder mittleren Unternehmen

vorangetrieben werde, während große Konzerne das Feld verließen, so

die WHO weiter. Der Blick auf die Situation bei Wirkstoffen, die sich

noch in einer früheren Entwicklungsphase befinden, stimme etwas

optimistischer. Dort gebe es 252 Mittel, die auf die größten von der

WHO definierten Problemfelder abzielten. Erste Medikamente dieser

Generation kämen aber wohl frühestens in zehn Jahren auf den Markt.

Resistenzen können sich entwickeln, wenn bei einem Antibiotikaeinsatz

einige Bakterien überleben. Diese resistenten Bakterien können sich

vermehren. Besonders besorgniserregend ist laut WHO die Ausbreitung

von Keimen wie Acinetobacter, Escherichia coli und Klebsiella

pneumoniae, die oft in Krankenhäusern zirkulieren. Sie könnten

Lungenentzündung, Blutvergiftung und Wundinfektionen verursachen.

Rückblick

  1. Den Teufelskreis bei Telefonangst durchbrechen
  2. Muskelaufbau heilt den Knick-Senk-Plattfuß
  3. Notfall-Pen „Emerade” für Allergiker zurückgerufen
  4. Knappe Arzttermine gibt es nur mit Code
  5. Jecken sollten auf ihr Immunsystem achten
  6. Junk Food kann Appetitkontrolle schwinden lassen
  7. Wann gibt es den ersten Impfstoff gegen Covid-19?
  8. Alkoholrausch an Karneval: Deutsches Kulturgut mit Risiken
  9. Strategien gegen die ständige Angst
  10. Wann lohnt sich ein Krankenkassenwechsel?
  11. WHO kämpft gegen absurde Coronavirus-Gerüchte
  12. Schizophrener darf nicht zu Elektrotherapie gezwungen werden
  13. Fentanyl-Konsum nimmt laut Expertin zu
  14. Fieber bei Kindern richtig einschätzen
  15. Weniger FSME-Fälle nach Zeckenstichen
  16. Ohrentropfen nur körperwarm anwenden
  17. Mit nur einer Krankenversicherung könnten Beiträge sinken
  18. Blinde Frau bekommt recht: Führhund darf mit in Arztpraxis
  19. Viele Tattoo-Farben könnten bald verboten sein
  20. Bundesinstitut hält Covid-19-Pandemie für möglich
  21. Wie gefährlich sind Tätowierungen?
  22. Gesetz soll Lieferengpässe bei Arzneimitteln verhindern
  23. Ärzte warnen vor Gesundheitsgefahren durch Klimaerwärmung
  24. Ältester Mann der Welt: Viel lächeln und wenig ärgern
  25. Bei Waldspaziergang auf Zecken achten
  26. Computerspielsucht kann jeden treffen
  27. Was hilft wirklich gegen Heuschnupfen?
  28. Gefahr durch Wehen-Tablette bei der Geburt
  29. Ein Mittagsschlaf macht meistens müde
  30. Hochsensible Kinder brauchen Auszeiten
  31. Gesichtsschmerzen haben viele Ursachen
  32. Gesundheitsbeeinträchtigungen durch schlechtes Lebensumfeld
  33. Hilfe im In- und Ausland: Notrufnummer 112 gilt EU-weit
  34. Großteil der Frauen ist mit Brustgröße unzufrieden
  35. Bei Wintersport nicht auf den Durst verlassen
  36. Vorsorge ist bei Rheuma besonders wichtig
  37. Coronavirus: „Deutlich infektiöser als angenommen”
  38. Drug Checking: Straffrei testen lassen, dann abheben
  39. Grippe und Co.: So schützen Sie sich vor den Viren
  40. Intensiv-Intervalltraining ist guter Schulsport
  41. Grippe-Mittel sind nichts für Autofahrer
  42. Essstörungen bei Instagram und Co.
  43. Was steckt hinter der Augengrippe?
  44. Was tun bei starker Regelblutung?
  45. Corona: Infektion über Spielzeug aus China unwahrscheinlich
  46. Debatte über Solarien-Verbot
  47. Wie Ernährung die Krebstherapie unterstützt
  48. Wie gefährlich sind Tätowierungen?
  49. In Deutschland seit Oktober schon 42 Grippe-Tote
  50. Ist die Angst vor dem neuen Coronavirus berechtigt?

Schlagworte

  • dpa
  • Gesundheit
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
0 0
Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!