Berlin/München

Corona-Spätfolgen alarmieren Ärzte

Die Verharmlosung der Corona-Pandemie macht Lungenärzte wütend. Denn sie sehen inzwischen auch Folgeschäden bei Menschen, die nicht schwer erkrankt waren. Dabei geht es um mehr als die Lunge.
Torsten Blum       -  Torsten Blum ist Lungenfacharzt. Er steht neben einem Beatmungsgerät in einem Gang im Helios Emil von Behring Klinikum in Berlin.
Torsten Blum ist Lungenfacharzt. Er steht neben einem Beatmungsgerät in einem Gang im Helios Emil von Behring Klinikum in Berlin. Foto: Christophe Gateau/dpa
Dimitri Boulgakov kann sich noch gut erinnern, wie er plötzlich an ein Testament dachte. Mit 46 Jahren, zwei kleinen Kindern - und einer Coronavirus-Infektion. Er gehört zu den Patienten, bei denen die Krankheit auch mehr als zwei Monate nach dem Ausbruch noch nicht ausgestanden ist. Beim Treppensteigen oder Fußballspielen mit seinen Söhnen gerät er außer Puste. Damit ist er kein Einzelfall.