Die Würde des Menschen wird in der Pflege täglich angetastet

Im Artikel 1 des Grundgesetzes heißt es: „Die Würde des Menschen ist unantastbar.” Doch das Leben spricht oft eine andere Sprache. Es gibt wohl in keinem Bereich so viele Verstöße gegen Artikel 1 wie in der Pflege, sagen Patientenschützer.
Altenpflege       -  Blutdruckmessen bei einer Pflegehausbewohnerin. In den nächsten 10 bis 20 Jahren werden in Deutschland pro Jahr zusätzlich etwa 20 000 Pflegekräfte benötigt.
Foto: Angelika Warmuth/dpa | Blutdruckmessen bei einer Pflegehausbewohnerin. In den nächsten 10 bis 20 Jahren werden in Deutschland pro Jahr zusätzlich etwa 20 000 Pflegekräfte benötigt.

Die Würde des Menschen in deutschen Krankenhäusern und Altenheimen werde „tagtäglich ... tausendfach verletzt”. Alexander Jorde, der gerade eine Ausbildung zum Krankenpfleger macht, legte in der ARD-„Wahlarena” mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) den Finger in die Wunde. „Es gibt Menschen, die liegen stundenlang in ihren Ausscheidungen.” Dieser Zustand sei nicht haltbar. Tut der Staat genug gegen den Pflegenotstand? Weshalb gibt es so viele Verstöße gegen Artikel 1 in der Pflege? Pflegebedürftige genießen einen besonderen Schutz. Da sich Patienten oft nicht wehren ...

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